BdV - Bund der Vertriebenen
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Liebe Besucherinnen und Besucher,

mit einer Präsidiumssitzung, einer thematisch abwechslungsreichen Tagung des Bundesausschusses, der Gedenkstunde „70 Jahre Vertriebene in NRW“ und dem traditionellen Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen hat der Frühling unserem Verband einige ereignisreiche Tage beschert. Die Gespräche mit der „djo – Deutsche Jugend in Europa“, der neuen Direktorin der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ Dr. Gundula Bavendamm, mit der Beauftragten für Kultur und Medien der Bundesregierung, Staatsministerin Prof. Monika Grütters, sowie die Reden der Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft und – als  Höhepunkt – von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel haben uns wieder einmal gezeigt, dass unser vielfältiges Engagement nicht nur wahrgenommen und geschätzt, sondern auch weiterhin benötigt wird.

 

In der aktuellen Flüchtlingslage sind die Erfahrungen, das Wissen und die Empathie der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler besonders gefragt. Dies hat uns die Bundeskanzlerin beim Jahresempfang ausdrücklich bestätigt. Obwohl wir als Deutsche, als Heimkehrer, als Kulturverwandte kamen und somit im modernen Sinne „Binnenflüchtlinge“ waren, teilen wir mit vielen heutigen Flüchtlingen, die als Fremde zu uns kommen, das Schicksal des gewaltsamen Heimatverlustes und die mit mancherlei Schwierigkeiten verbundene Ankunft. Vielfach teilen wir mit ihnen auch die Sehnsucht nach der Heimat und den Wunsch nach Rückkehr. Gerade wir wissen, dass Heimat sich nicht ablegen lässt wie ein altes Kleid.

 

Heimat, Sprache und Kultur sind Teile der Identität jedes Einzelnen, die es als Menschenrecht zu schützen gilt. Daran wollen wir mit unserem diesjährigen Leitwort erinnern, und dazu erhoffen wir uns aufschlussreiche Gedanken von Bundespräsident Joachim Gauck, auf dessen Festrede beim Tag der Heimat am 3. September in Berlin ich ganz persönlich mich schon jetzt freue. 

 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Bernd Fabritius MdB