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Struktur, aktuelle Aufgaben
und Tätigkeiten des BdV
Aufgaben
Ziele und Aufgaben des Bundes der Vertriebenen bestimmen
sich aus
- der Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August
1950
- der Satzung
- dem Selbstverständnis als rechtstreuer, der verfassungsmäßigen
Ordnung der Bundesrepublik Deutschland und dem Gemeinwohl verpflichteter
Verband
- den Erklärungen der Organe: Bundesversammlung, Bundesausschuss,
Präsidium.
Interessenvertretung
Die Mitgliedsverbände sind aus den unmittelbar in der Nachkriegszeit
entstandenen Hilfsstellen landsmannschaftlicher Zugehörigkeit hervorgegangen.
Seit den Anfängen als Selbsthilfeverbände mit dem Ziel der Sicherung der
unmittelbaren Lebensgrundlagen und der Familienzusammenführung erweiterten
sich die Aufgaben um die Interessenvertretung der Vertriebenen, Flüchtlinge,
Aussiedler und Spätaussiedler in allen vertriebenenspezifischen Fragen
sowie um die Beratung und Betreuung dieses Personenkreises; beides völlig
unabhängig von einer etwaigen Mitgliedschaft in den Verbänden.
Im einzelnen:
Soziale Beratung und Betreuung der Spätaussiedler
Von Beginn an bildet das Bemühen um eine rasche Eingliederung
in das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik
Deutschland und das sozialpolitische und caritative Engagement den eindeutigen
Schwerpunkt der Tätigkeiten. Von den rund 100.000 ehrenamtlich Tätigen
sind daher die meisten in der sozialen Beratung und Betreuung tätig.
Unterstützung der deutschen Minderheiten und Volksgruppen
Die Unterstützung und Hilfe der in der Heimat verbliebenen
Deutschen, einschließlich der Pflege von Kontakten zu den östlichen Nachbarn
auf gesellschaftlicher, administrativer und fachlicher Ebene (Stichwort
"Volksdiplomatie") ist ein weiteres gewichtigtes Aufgabenfeld.
Auf diesem Gebiet sind ganz besonders intensiv die ehrenamtlichen Mitarbeiter
der landsmannschaftlichen Gruppierungen tätig.
Bewahrung kultureller Traditionen
Ein weiteres Aufgabenfeld stellt die Bewahrung der Vielfalt
kultureller Traditionen und des Kulturgutes der Deutschen im Osten als
Bestandteil des gesamten europäischen Erbes dar. Nach den Veränderungen
in den ostmitteleuropäischen Staaten, in denen Deutsche ihre Heimat hatten
bzw. haben, ist es seit vielen Jahren möglich dabei zu helfen, diese Traditionen
dort wo sie entstanden sind, wieder lebendig zu machen. Auch auf diesem
Gebiet sind naturgemäß die Mitglieder der landsmannschaftlichen Organisationen
führend.
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