BdV - Bund der Vertriebenen
BDV

Liebe Besucherinnen und Besucher,

die ersten Monate jedes neuen Jahres sind immer wieder geprägt von Begegnung und Dialog. Ob auf Neujahrsempfängen oder in Arbeitsgesprächen: Vielerorts wird sich der gegenseitigen Wertschätzung versichert und über die bisherige wie die zukünftige Zusammenarbeit sowie über wesentliche Anliegen des gerade begonnenen Jahres gesprochen. 

 

Auf Bundesebene bedürfen insbesondere zwei Themen auch in nächster Zeit unserer Beachtung und Fürsorge: die zügige Umsetzung der vom Bundestag beschlossenen Entschädigung ziviler deutscher Zwangsarbeiter und die weitere Entwicklung der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“, die mit der gerade erfolgten Wahl von Dr. Gundula Bavendamm zur Stiftungsdirektorin ein gutes Stück vorangekommen ist. Dieser vielseitigen Persönlichkeit wird es sicher gelingen, die geplante Dauerausstellung entsprechend der bestehenden Stiftungskonzeption aufzubauen und somit das Gedenken an Flucht und Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung am Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg in der Mitte unserer Gesellschaft endlich auch sichtbar werden zu lassen.

 

Ein ebenso wichtiges Anliegen bleibt der Erhalt und die Fortentwicklung unseres kulturellen Erbes. Diese Aufgabe wirkt in die gesamte deutsche Gesellschaft hinein. Sie betrifft aber auch viele unserer Nachbarländer und gewinnt gerade dort zunehmend an Bedeutung, wo dieses kulturelle Erbe noch heute sichtbar ist. Daher freue ich mich sehr darüber, dass nach Hermannstadt in meiner siebenbürgischen Heimat, Fünfkirchen, Kaschau, Riga oder Pilsen in diesem Jahr mit Breslau erneut ein jahrhundertelanges Zentrum deutscher Kultur den Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ trägt. Nach einem sehr interessanten Gespräch mit dem Breslauer Stadtpräsidenten Dr. Rafał Dutkiewicz und vielen positiven Berichten bin ich überzeugt, dass die Kulturhauptstadt Breslau sich als das zeigt, was sie schon seit langem ist: eine durch und durch europäische Stadt, die sich ihrer gesamten, facettenreichen Identität und damit auch ihrer deutschen Geschichte bewusst ist. 

 

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Bernd Fabritius MdB