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20.08.2006

Wir wollen Halbwahrheiten und Mutmaßungen den Boden durch wissenschaftliche Untersuchungen entziehen

Zur Historie des BdV erklärt die Präsidentin des Verbandes, Erika Steinbach MdB:

 

Die tatsächliche oder behauptete NS-Belastung von Funktionsträgern des BdV ist in der Vergangenheit wiederholt Gegenstand der Berichterstattung gewesen. So auch jüngst wieder.

 

Um spekulativer Berichterstattung ein für alle Mal den Boden zu entziehen, werde ich wissenschaftliche Studien veranlassen bzw. unterstützen, die zwei Themenkreise untersuchen sollen:

 

·         In welchem Ausmaß gab es in BdV-Führungsämtern schuldhaft belastete frühere Nationalsozialisten und welchen Einfluss hatten diese auf die Verbandspolitik.

 

·         In welchem Ausmaß hatten die DDR und andere östliche Dienste den BdV ausgespäht und durch Desinformation die westdeutsche Haltung zu den Vertriebenen beeinflusst.

Hier sind entsprechende Schritte bereits vor einiger Zeit eingeleitet worden.

 

Die bisherige Berichterstattung über die Geschichte des BdV erschöpft sich häufig in allgemeinen Verdächtigungen, Halbwahrheiten und einem Nebel an Vermutungen. An einem eklatanten Beispiel wird das schlagartig deutlich. Über den Diplomaten und ehemaligen Vorsitzenden der Deutsch-Balten Rudolf von Wistinghausen wird jüngst berichtet, dass er Mitglied der NSDAP gewesen sei, um deutlich zu machen, wie belastet der BDV sei. Unterschlagen wird, dass dieser Mann zum Widerstand gegen Hitler gehörte.

 

Als BdV-Präsidentin habe ich ein elementares Interesse daran, dass alle Facetten der Geschichte des BDV offengelegt werden.

 

In der Frühgeschichte des BdV waren die Landsmannschaften und Vorgängerorganisationen Massenbewegungen mit zigtausenden von Funktionsträgern und Millionen Mitgliedern. In ihrer politischen Zusammensetzung waren sie ein Spiegelbild der Gesellschaft.

Es ist bedauerlich, dass die Historikerelite an einer historisch-seriösen Forschung zur Geschichte des BdV bislang mit wenigen Ausnahmen kein Interesse gezeigt hat.

 

Der BdV war erwiesenermaßen Objekt der Ausspähung durch verschiedene östliche Geheimdienste. Eine Angestellte des BdV wurde nach 13-jähriger Tätigkeit als Spionin enttarnt und setzte sich 1985 in die DDR ab.

Somit ist davon auszugehen, dass der BdV zu den am besten ausgespähten Organisationen der Bundesrepublik Deutschland gehört.

 

Dennoch wurden niemals NS-Verdächtigungen und Vorwürfe gegen BdV-Präsidenten erhoben. Eine Ausnahme bildete Hans Krüger, der 1964 als BdV-Präsident zurücktreten musste. Wenzel Jaksch und Dr. Herbert Czaja standen erwiesenermaßen in Opposition zum Nationalsozialismus.

 

Das Archiv des BdV in Bonn stand und steht Wissenschaftlern offen. Gebrauch davon ist kaum gemacht worden. Im übrigen liegen BdV-Akten für jedermann einsehbar im Bundesarchiv in Koblenz.

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