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31.08.2012 Kategorie: Presse

BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB begrüßt Konzeption der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung


Zu der von der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung vorgelegten Konzeption für ihre Arbeit und die Leitlinien für die geplante Dauerausstellung erklärt BdV-Präsidentin Erika Steinbach MdB:

 

Mit der vorgelegten Konzeption hat die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung einen weiteren wichtigen Schritt hin zur Realisierung des Ausstellungs- und Dokumentationszentrums im Deutschlandhaus in Berlin getan. Damit wird erkennbar, wie das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen seinen Platz im historischen Gedächtnis Deutschlands finden soll. Ich begrüße die Konzeption.

 

Es ist ein gutes Zeichen, dass beide Gremien der Stiftung, der Stiftungsrat und der Wissenschaftliche Beirat, Einvernehmen zum Ausstellungs- und Dokumentationszentrum gefunden haben.

 

Die vom BdV benannten Stiftungsratsmitglieder haben einen gewichtigen Anteil daran, dass in der Konzeption die Erinnerung und das Gedenken an das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen den gebührenden Raum einnimmt. Ich begrüße, dass das Vertreibungsgeschehen nicht nur im historischen Kontext des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Expansions- und Vernichtungspolitik gesehen wird, sondern auch die davor liegenden Ursachen mit beleuchtet werden. Vor allem im Hinblick auf künftige Generationen ist es nötig, die ganze Kausalkette in den Blick zu nehmen.

 

Insbesondere begrüße ich, dass in der Konzeption in Bezug auf die Vertreibungen im 20. Jahrhundert und explizit auf die Vertreibung der Deutschen im östlichen Europa festgestellt wird, dass früheres Unrecht, auch wenn es noch so groß war, keine rechtliche oder moralische Legitimation für neues Unrecht ist. Das zeigt: Menschenrechte sind nicht teilbar und die Würde jedes einzelnen Menschen ist unantastbar.

 

Für den Bund der Vertriebenen und seine Mitglieder ist es wichtig, dass in der Konzeption deutlich erkennbar wird, dass „Flucht, Vertreibung und Integration der Deutschen“ in der Dauerausstellung den Schwerpunkt bilden und dem individuellen Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung dort angemessen und würdevoll Raum gegeben werden wird. Das ist tröstlich für die Betroffenen.

 

Wir erwarten nun die detaillierte Ausarbeitung der Dauerausstellung.

 

Die im Bund der Vertriebenen organisierten Heimatvertriebenen haben mit der Gründung des ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN die Initialzündung gegeben und einen substanziellen Anteil daran, dass es zur Errichtung der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ gekommen ist. Ohne die Vorarbeit des BdV und seiner vielen renommierten Unterstützer für dieses Anliegen, sind diese Bundesstiftung und diese Konzeption nicht denkbar.

 

Es freut mich, dass jetzt eine gesellschaftliche Akzeptanz auf breiter Grundlage hergestellt ist.