BdV - Bund der Vertriebenen
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09.12.2014 Kategorie: Presse

Vertreibungen sind Unrecht - gestern wie heute

Leitwort 2015 verurteilt Menschenrechtsverletzungen


Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2014 erklärt BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB:

Die aktuelle Nachrichtensituation ist von Flucht und Vertreibung geprägt. Menschenrechtsverletzungen, wie wir sie aus unserer eigenen deutschen Vergangenheit kennen, wiederholen sich derzeit in großem Stil. Niemals zuvor waren weltweit so viele Menschen gleichzeitig auf der Flucht wie heute. Vertreibungen und Terror richten sich erneut willkürlich gegen Menschen anderer Volks- und Religionszugehörigkeit.

Mit unserem Leitwort für 2015

„Vertreibungen sind Unrecht – gestern wie heute“

stellen wir uns an die Seite aller Opfer von Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen weltweit.

Vor fast 70 Jahren fanden die furchtbaren, menschenrechts­verachtenden Verbrechen ein Ende, die von Deutschen im Namen der perfiden nationalsozialistischen Ideologie begangen wurden. Fast zeitgleich aber hatten weitere Menschenrechtsverletzungen begonnen: die millionenfache Vertreibung der Deutschen aus ihren Heimatgebieten im Osten und Südosten Europas. Hunderttausende von deutschen Zivilisten – Männer, Frauen und Kinder – wurden enteignet, entrechtet, abtransportiert, körperlich und seelisch misshandelt und in Lager gesperrt, wo viele verhungerten. Vertreibung, Verfolgung und Deportation richteten sich unterschiedslos gegen die gesamte deutsche Zivilbevölkerung dieser Länder. Es erfolgten ethnische Säuberungen ganzer Regionen. Hinzu kam die Zeit der kommunistischen Unrechtsregime in Europa, in denen noch mehrere Jahrzehnte Menschen- und Volksgruppenrechte massiv eingeschränkt und verletzt wurden.

Jahr für Jahr ist der Tag der Menschenrechte für die deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler gleichermaßen ein Tag der Erinnerung an das eigene, schwere Schicksal wie ein Ansporn, sich aus der persönlichen Erfahrung gegen Vertreibungen und sämtliche Menschenrechtsverletzungen einzusetzen.