BdV - Bund der Vertriebenen
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07.12.2015 Kategorie: Presse

Runder Tisch zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bund der Vertriebenen


BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB (hinten im Bild, 2. v. r.) berichtet zu aktuellen Themen des Verbandes (© Bund der Vertriebenen, Foto: Vicky Griesbach).

Anfang November trafen sich Presseverantwortliche und Geschäftsführer aus den Landsmannschaften und Landesverbänden sowie einige BdV-Landesvorsitzende zu einem ersten „Runden Tisch zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ im BdV. Generalsekretär Klaus Schuck hatte hierzu in die Bayerische Vertretung in Berlin eingeladen. Im Wesentlichen sollte es darum gehen, die Zusammenarbeit weiter zu stärken und im offenen Austausch festzustellen, wie sich Synergieeffekte noch besser nutzen lassen, die sich aus gemeinsamen Strukturen ergeben.

 

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB lag viel daran, die Veranstaltung persönlich zu eröffnen und die Anwesenden in ihrem überwiegend ehrenamtlichen Einsatz zu bestärken. Eine positive, frische Öffentlichkeitsarbeit sei heute mehr denn je geeignet, Verständnis und Akzeptanz für die auch über den Verband hinaus relevanten Themen zu erzeugen. Dies sei im vergangenen Jahr auch gut gelungen. Die mit der aktuellen Flüchtlingssituation zusammenhängende, verstärkte gesamtgesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Flucht und Vertreibung bewirke ohnehin ein größeres Interesse an der Arbeit und den Positionen des BdV. Viele BdV-Mitglieder würden in der derzeitigen Lage aus Schicksalsverbundenheit Empathie mit den heutigen Opfern von Flucht und Vertreibung zeigen, erklärte Dr. Fabritius. Vergleiche zwischen der damaligen und der heutigen Situation seien zu begrüßen, wenn sie auch die historischen und politischen Unterschiede aufzeigen würden. Nach wie vor müsse sich der Verband für eine in internationaler Solidarität erfolgende Bekämpfung der Fluchtursachen im 21. Jahrhundert einsetzen sowie gleichzeitig eine Integration der nach Deutschland und Europa kommenden Menschen in den hier geltenden Wertekanon fordern und über die eigenen Strukturen mit begleiten. Überdies sei darauf zu achten, dass die gezeigte Hilfsbereitschaft nicht durch Trittbrettfahrer missbraucht werde. Auf die Art könne verhindert werden, dass die aktuelle Flüchtlingslage ein Einfallstor für extremistisches Gedankengut werde, so der BdV-Präsident.

 

Im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung stehe auch die derzeitige Situation in der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“(SFVV). Der vom Stiftungsrat in der Nachfolge von Prof. Dr. Manfred Kittel gewählte Direktor Prof. Dr. Winfrid Halder habe sein Amt aus persönlichen Gründen nicht angetreten. Dies sei „sehr bedauerlich, aber zu respektieren“, meinte Dr. Fabritius. Übergangsweise leite der Direktor der „Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ Uwe Neumärker die SFVV. Nun gelte es, eine dauerhafte Lösung für die Stiftungsleitung zu finden. Dafür würden sich die sechs BdV-Stiftungsräte in ihrer Gremienarbeit einsetzen. Im Hinblick auf die Pressearbeit zur Stiftung müsse man „zusammenhalten und gemeinsam an einem Strang ziehen.“ Solange die SFVV entsprechend dem beschlossenen Konzept arbeite, sei das Gesamtprojekt auf einem guten Weg.

 

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung nutzten zahlreiche Teilnehmer die Gelegenheit, im Arbeitsgespräch mit dem Präsidenten und dem Generalsekretär einige der drängendsten Fragen zu behandeln. Außerdem wurde unter der Leitung von BdV-Pressesprecher Marc-P. Halatsch bzw. DOD-Chefredakteur Markus Patzke gemeinsam über die Zusammenarbeit im Pressebereich beraten und überlegt, wieder Informationsaustausch weiter verbessert und Organisationsabläufe erleichtert werden können. Besonderer Wert wurde dabei auf den neuen Außenauftritt des Verbandes sowohl im Schrift- als auch im Onlinebereich gelegt. Viele der Anwesenden zeigten Interesse daran, diesen im Sinne einer „Corporate Identity“ auch in ihren jeweiligen Landesverbänden umzusetzen. Die Resonanz auf diesen ersten „Runden Tisch“ war positiv. Häufig wurde der Wunsch geäußert, ein solches Podium zum Austausch über Fragen der Presse- und Öffentlichkeit doch regelmäßig stattfinden zu lassen.