BdV - Bund der Vertriebenen
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20.10.2016 Kategorie: Presse

Erster Runder Tisch Jugend beim Bund der Vertriebenen tagte in Bonn


Am ersten Runden Tisch Jugend beim BdV nahmen teil (v.l.n.r.): Roland Zillmann, Walter Gauks, Dennis Schmidt, Dr. Bernd Fabritius MdB, Klaus Schuck, Stefan Hein, Gisela Schewell, Sandra Perić und Christian Gradt (Foto: privat/BdV).

Wie sieht die Zukunft der Jugendarbeit in den Landsmannschaften aus? Bedarf es einer besseren Vernetzung der Landsmannschaften übergreifenden Kommunikation der Jugendverbandsvorstände, um mögliche Handlungsfelder im gemeinsamen Gespräch leichter identifizieren zu können? Wer sind die Akteure in den einzelnen Verbänden, wer kann verbandsintern als Multiplikator und Ideengeber auftreten? Wie ist das rechtliche, organisatorische und inhaltliche Verhältnis der Jugendverbände zu ihren Mutterlandsmannschaften? Wie gut funktioniert die grenzüberschreitende Verständigungsarbeit mit den Jugendverbänden der deutschen Minderheiten in den Heimat- und Herkunftsgebieten? Wo kann der Bund der Vertriebenen koordinieren, unterstützen, helfen?

 

Fragen wie diese waren Vater des Gedankens, einen „Runden Tisch Jugend“ beim BdV ins Leben zu rufen. Dessen erstes Treffen fand am 8. Oktober 2016 in der BdV-Bundesgeschäftsstelle in Bonn statt. BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB und BdV-Generalsekretär Klaus Schuck konnten Vertreter von fünf Jugendverbänden persönlich dazu begrüßen: Walter Gauks, Bundesvorsitzender des Jugendverbands der Deutschen aus Russland, Dennis Schmidt, Beisitzer im Bundesjugendvorstand der Deutschen Banater Jugend- und Trachtengruppen, Stefan Hein, Mitglied im Bundesjugendvorstand des Bundes Junges Ostpreußen, Sandra Perić, Bundesvorsitzende der Jugend der Landsmannschaft der Donauschwaben, und Christian Gradt, Bundesvorsitzender der djo-Bundesgruppe Pommern. Die aus terminlichen Gründen verhinderten anderen Verbände hatten bereits im Vorfeld angekündigt, an den zukünftigen Sitzungen teilnehmen zu wollen.

 

Dieses erste Treffen des Runden Tisches Jugend diente dazu, die Vorsitzenden der Jugendverbände der Landsmannschaften zunächst miteinander bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen. Hierzu bot das gewählte Format die besten Voraussetzungen. Eine weitere Zielvorgabe war, sich in diesen Gesprächen einer „Bestandsaufnahme“ der Jugendarbeit im BdV im weiteren Sinne zu nähern. Unter der Leitung von Roland Zillmann, der den Bereich Grundsatz- und Jugendfragen beim BdV verantwortet, entstand über die Darstellung der jeweils eigenen Verbandsarbeit schnell eine gute Grundlage, um zukünftig über den Tellerrand der eigenen Landsmannschaft hinauszuschauen und – dort, wo es sich anbietet – projektbezogen zusammenzuarbeiten.

 

Ebenfalls thematisiert wurden die Querverbindungen der Jugendarbeit in den Verbänden des Bundes der Vertriebenen mit der Arbeit der djo – Deutsche Jugend in Europa und deren mögliche Zukunft, nach der sich insbesondere der BdV-Präsident erkundigte. Außerdem stand die stellvertretende BdV-Generalsekretärin Gisela Schewell für Fragen zur Migrationserstberatung zur Verfügung und gab einen kurzen Überblick über das Arbeitsspektrum der BdV-Bundesgeschäftsstelle.

 

Obwohl sich die Jugendverbände auch aufgrund der Historie der jeweiligen Landsmannschaft in unterschiedlich gefestigten Stadien befinden, bekundeten die Teilnehmer aus den fruchtbaren Gesprächen heraus die Absicht, in Zukunft vermehrt miteinander zu kommunizieren und äußerten den dringenden Wunsch, den Runden Tisch Jugend fest für die Zukunft zu etablieren. Es wurde beschlossen, die nächsten Sitzungen sachthemenorientiert zu strukturieren, um die Erkenntnisse aus den ersten Gesprächen konstruktiv weiterzuverfolgen.

 

Insbesondere Themen wie grenzüberschreitende Kontakte in die östlichen Nachbarländer, verständigungspolitische Arbeit sowie an Positivbeispielen orientierte Optimierung der eigenen Aktivitäten sollen in Zukunft weiter vertieft werden.

 

Roland Zillmann