BdV - Bund der Vertriebenen
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Grußworte zum Tag der Heimat 2017

 

Papst Franziskus

Für den Tag der Heimat am Samstag, den 2. September 2017 in Berlin übersende ich Ihnen nachstehend die Grüße des Heiligen Vaters Franziskus:

 

An die Teilnehmer am Tag der Heimat 2017

 

Mit Freude hat Papst Franziskus davon Kenntnis erhalten, dass sich die Mitglieder des Bundes der  Vertriebenen in Berlin zum Tag der Heimat unter dem Motto "60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung" versammeln.

 

Der Heilige Vater sendet allen Teilnehmern zu diesem Anlass herzliche Grüße. Je globaler die Welt, desto wichtiger wird die Heimat, desto wichtiger wird das Gefüge von gewachsenen menschlichen Beziehungen, die nicht professionell bedingt und nicht funktional sind. Personale Beziehungen sind der Nährboden für gemeinsame Überzeugungen und Werte. "Die Unachtsamkeit in dem Bemühen, eine angemessene Beziehung zu meinem Nächsten zu pflegen und zu erhalten, für den ich sorgen und den ich behüten muss, zerstört meine innere Beziehung zu mir selbst, zu den anderen, zu Gott und zur Erde" (Enz. Laudate si' 70). Der Sehnsucht der Menschen nach Heimat, nach Geborgenheit und Überschaubarkeit Raum zu geben, ist eine Grundaufgabe jeder Politik. Mit dem Gebetswunsch, dass darauf aufbauend Christus uns den Blick für die ewige Heimat öffne, erbittet Papst Franziskus allen Teilnehmern der Tagung von Herzen Gottes reichen Segen.

 

Prälat Paolo BORGIA
Assessor des Staatssekretariats


Dr. Frank-Walter Steinmeier

Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Zum ersten Mal grüße ich Sie alle als Bundespräsident zum diesjährigen Tag der Heimat. Und ich kann Ihnen gleich meine herzlichen Glückwünsche sagen zum Jubiläum!

 

Ich finde es sehr bemerkenswert und aufschlussreich, wie Sie Ihr Jubiläumsmotto formuliert haben: „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“.

 

Diese Trias ist ja nicht selbstverständlich. Es könnte ja auch ein trotziges Beharren allein auf Heimat geben ohne den Willen zur Verständigung. Oder es könnte ein allzu eilfertiges Suchen nach Verständigung geben ohne das Bekenntnis zur Heimat und zu den unveräußerlichen Menschenrechten. Angesichts der Vertreibungen und Flüchtlingsschicksale unserer Tage sehen wir übrigens die brennende Aktualität gerade dieser Thematik.

 

So, wie Sie die Verbindung von Menschenrechten, Heimat und Verständigung als Motto formuliert haben, spiegelt sich das wichtige und verdienstvolle Wirken des BdV durch die Jahrzehnte. Es spiegelt sich auch ein Prozess der Selbstverständigung und ständigen Weiterentwicklung der selbstgestellten und als Verpflichtung erkannten Aufgaben.

 

Ich wünsche Ihnen einen schönen, erfüllten und erfolgreichen Tag der Heimat 2017 und für die Zukunft von Herzen alles Gute.


Dr. Angela Merkel

Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Vorsitzende der CDU Deutschlands

60 Jahre ist es her, dass der Bund der Vertriebenen entstand und bereits bestehende Verbandsstrukturen unter seinem Dach zusammenführte. Nachdem die Charta der Heimatvertriebenen den betroffenen Deutschen bereits ein gemeinsames geistig-moralisches Fundament gegeben hatte, existierte von da an auch eine gemeinsame politisch-gesellschaftliche Vertretung für sie, die mit einer starken Stimme den Interessen ihrer Mitglieder Gehör verschaffen konnte.

 

Das Motto für den diesjährigen Tag der Heimat nimmt Bezug auf das Jubiläum und verweist auf die Grundanliegen der Bundes der Vertriebenen: „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“. Über die sechs Jahrzehnte hatte die Bundesregierung in dem Dachverband einen verlässlichen, manchmal auch unbequemen, aber stets konstruktiven Partner. Das weiß ich sehr zu schätzen.

 

Was mir besonders imponiert, das ist die Beharrlichkeit, mit der der Bund der Vertriebenen die Geschichte der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler thematisiert und sich zugleich für die Deutschen im Ausland, das kulturhistorische Erbe wie auch für die Aussöhnung mit unseren Nachbarländern einsetzt. Beides miteinander verbunden zu haben, ist ein großes Verdienst des Verbandes.

 

Dem unermüdlichen Einsatz des Bundes der Vertriebenen ist es auch zu verdanken, dass immer wieder zentrale Forderungen von Vertrieben und Aussiedlern politisch umgesetzt werden konnten. Als Beispiele aus der zurückliegenden Legislaturperiode nenne ich die Einführung eines Gedenktags für Flucht und Vertreibung am Weltflüchtlingstag, dem 20. Juni, und die Verabschiedung der Richtlinie für die Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter, die 2016 in Kraft getreten ist.

 

Es ist ein Gebot der Menschlichkeit und der Vernunft, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Bund der Vertriebenen und der Bundesregierung fortzusetzen. Wer die Zukunft gestalten will, der muss die Vergangenheit kennen. Dazu gehört, das Schicksal der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler im Gedächtnis zu behalten. Sie haben mitgeholfen, Deutschland wieder aufzubauen. Sie bereichern unser Land mit ihrem Erfahrungsschatz, ihrer vielfältigen Kulturarbeit und ihrem beeindruckenden, meist ehrenamtlichen Engagement. Sie helfen uns auch dabei, die Situation von Flüchtlingen insgesamt besser zu verstehen.

 

Für den Einsatz und die Unterstützung danke ich. Zum Tag der Heimat sende ich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Mitgliedern der Vertriebenenverbände herzliche Grüße. Ich grüße auch diejenigen, die in ihrer Heimat geblieben sind und in unseren östlichen bzw. südöstlichen Nachbarstaaten leben. Ihnen allen zusammen wünsche ich einen erfolgreichen Tag der Heimat 2017.


Dr. Thomas de Maizière

Bundesminister des Innern

„60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ – unter diesem Leitwort steht der diesjährige „Tag der Heimat“.

 

Mit dem „Tag der Heimat“ erinnern die Verbände der deutschen Heimatvertriebenen an das millionenfache Leid, das Deutsche durch Flucht und Vertreibung als Folge des von Deutschland entfesselten Zweiten Weltkrieges erdulden mussten. Das vergangene Jahrhundert wird vielfach als das Jahrhundert der Vertreibungen bezeichnet. Aber bis zum heutigen Tag müssen weltweit Millionen Menschen ihre Heimat unter Zwang verlassen. Daher ist der „Tag der Heimat“ auch Mahnung dafür, Vertreibungen als Mittel zur Lösung politischer Probleme auf Dauer zu ächten und das Recht auf Heimat wachzuhalten.

 

Ein geeintes Europa in Frieden und Freiheit war und ist auch das erklärte Ziel des Bundes der Vertriebenen. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen haben die Heimatvertriebenen von Beginn an nicht nur auf Vergeltung verzichtet und sich aktiv am Wiederaufbau Deutschlands und Europas beteiligt, indem sie die in der Charta der deutschen Heimatvertriebenen niedergelegten Ziele mit Leben erfüllten. Seit vielen Jahrzehnten engagieren sie sich auch für die Verständigung mit den Völkern Ostmittel-, Ost- und Südosteuropas.

 

Vor wenigen Wochen haben wir am 20. Juni 2017 zum dritten Mal den nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung begangen. In diesem Jahr haben viele junge Menschen an der Gedenkveranstaltung teilgenommen, die sich vorab mit den Lebensgeschichten ausgewählter Zeitzeugen einerseits und den historisch-politischen Zusammenhängen von Flucht und Vertreibung andererseits vertraut gemacht hatten. Die Teilnahme junger Menschen an der Gedenkveranstaltung macht sichtbar, dass diese Veranstaltung gerade auch zur Identität stiftenden Erinnerungskultur der jungen Generation gehört. Gerade einer von Krieg und Vertreibung verschonten jungen Generation ist durch persönliches Zeitzeugnis die Notwendigkeit fortdauernden und mahnenden Gedenkens zu vergegenwärtigen. Ich ermutige den Bund der Vertriebenen, sein Engagement um den Aufbau einer nachhaltigen Erinnerungskultur, die im Wissen um die eigene deutsche Geschichte dem Frieden dient, fortzusetzen. Die Bundesregierung wird den Bund der Vertriebenen auch weiterhin auf diesem Weg unterstützen.

 

Für den diesjährigen „Tag der Heimat“ wünsche ich allen Beteiligten einen guten Verlauf und dem Bund der Vertriebenen und seinen Freunden, Mitgliedern und allen ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern alles Gute für die Zukunft.


Bundesländer

 

Winfried Kretschmann

Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg

Der Bund der Vertriebenen lädt unter dem Leitwort „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ auch in diesem Jahr zum Tag der Heimat. Zu dieser traditionsreichen Veranstaltung des Bundesverbands übermittle ich allen Mitgliedern und Gästen die besten Grüße.

 

Trotz der großen Flüchtlingsbewegungen der letzten Jahre nach Europa wurde doch auch deutlich, dass die weltweite Zahl der Heimatvertriebenen und Geflüchteten noch um Vieles höher ist als die der hier Ankommenden – auch wenn wir dies angesichts der mit der Erstaufnahme und Unterbringung verbundenen gewaltigen Anstrengungen anders empfunden haben mögen. Neueste Studien der Vereinten Nationen gehen von weltweit 65 Millionen Menschen auf der Flucht aus. Viele von ihnen haben in ihrer Heimat alles verloren, was für sie Bedeutung hatte. Für viele ist ihre gesamte Welt zusammengebrochen, aus der sie nur ihr Leben retten konnten.

 

Ähnliche Erfahrungen hatten schon nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Vielzahl an Flüchtlingen und Vertriebenen aus Ost- und Mitteleuropa gemacht, die eine neue Heimat in Deutschland fanden. Genauso, wie unser Land für diese Menschen ein neues Zuhause geworden ist, soll es auch für die Geflüchteten dieser Tage ein Zufluchtsort sein und für die, die bei uns bleiben, auch eine neue Heimat. Interessenverbände wie der BdV stützen uns hierbei mit ihrem Verständnis und ihrer Erfahrung. Die vielen Mitglieder wissen aus ihrer persönlichen Geschichte heraus, dass Offenheit und Hilfsbereitschaft essenziell sind. Denn Heimat ist ein Gut, das nicht weniger wird, wenn man es teilt.

 

Den Feierlichkeiten zum Tag der Heimat wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf. Ich danke allen an der Organisation beteiligten Mitgliedern und wünsche dem Bund der Vertriebenen weiterhin alles Gute.


Horst Seehofer

Ministerpräsident des Freistaates Bayern

Der Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen steht in diesem Jahr unter dem Motto „60 Jahre im Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“. In der Tat: Der BdV kann nach sechs Jahrzehnten erfolgreicher Arbeit eine stolze Zwischenbilanz ziehen. Als Dachverband der Vertriebenenverbände hat er sich seit 1957 für die Bewahrung der Erinnerung an Flucht und Vertreibung eingesetzt. Er mahnte nachdrücklich zur Achtung vor der Menschenwürde, baute Brücken in die Heimat der Vertriebenen und hat sich für die Verständigung mit unseren Nachbarn eingesetzt.

 

Nach der Öffnung der Grenzen im Zuge der Wende von 1989/1990 haben diese Bemühungen reiche Früchte getragen. Die Bereitschaft zum Dialog und zur Versöhnung wird bei unseren europäischen Partnern immer mehr anerkannt. So waren in diesem Jahr zwei Mitglieder der tschechischen Regierung zu Gast auf dem Sudetendeutschen Tag in Augsburg. Es war ein klares Bekenntnis zur Überwindung historischer Gegensätze und zur gemeinsamen Verantwortung für Frieden und Freiheit in Europa. Freilich gehört dazu der Mut, alte Gräben zu überwinden. Aber unsere demokratische Ordnung lebt von diesem Mut zur Zukunft. Der findet sich unter anderem dort, wo Vertriebene Brücken in ihre alte Heimat geschlagen, Kontakte aufgebaut und gemeinsame Projekte mit den heutigen Bewohnern verwirklicht haben. Für dieses großartige Engagement zur Gestaltung einer guten Nachbarschaft in Europa danke ich den Vertriebenen herzlich.

 

Das Leid der Vertriebenen in den Nachkriegsjahren war seit jeher eine Mahnung zur europäischen Zusammenarbeit. Ihr Schicksal zeigt: Europa ist eine Chance für uns, die wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen dürfen. Aktuelle Entwicklungen in Europa selbst, vor seinen Grenzen und im Verhältnis zu unseren Partnern in der Welt machen uns erneut den Wert des Erreichten deutlich. Europa ist und bleibt ein Projekt des Friedens, der Menschenrechte und des Wohlstandes. Aber wenn wir Europa bewahren wollen, brauchen wir Vertrauen in uns selbst. Wir müssen uns wieder stärker auf unsere Werte und kulturellen Wurzeln besinnen, auf unser christlich-humanistisches Erbe. Dies zeigt sich in der Achtung vor der Menschenwürde, in der Gleichberechtigung von Mann und Frau, in der Verantwortung für den Nächsten und die Schöpfung sowie im Bekenntnis zu Rechtsstaat, Demokratie und Völkerverständigung. Eine starke, in unseren Werten begründete Identität ist die beste Prävention gegen Gewalt und einen aggressiven Nationalismus. Dabei halte ich fest: Es sind gerade die Werte des Christentums wie Offenheit, Toleranz, Nächstenliebe und Barmherzigkeit, die zum Fundament unseres europäischen Hauses gehören.

 

Ein wichtiges Kennzeichen Europas ist auch seine historisch bedingte Vielfalt, der Reichtum seiner Kulturen und Traditionen. Dazu leisten die Vertriebenen einen wichtigen Beitrag, die Ostpreußen ebenso wie die Schlesier, die Sudetendeutschen wie die Donauschwaben, die Karpatendeutschen in gleicher Weise wie die Siebenbürger Sachsen. Ihr Erbe zu bewahren bleibt uns ein wichtiger Auftrag. Umso mehr freue ich mich, dass wir in München für die Sudetendeutschen, die wir neben Altbayern, Franken und Schwaben als den vierten Stamm im Freistaat Bayern empfinden, ein Museum bauen. Es wird die Erinnerungen an die alte Heimat bewahren und das kulturelle Erbe der Sudetendeutschen für die Zukunft sichern.

 

Von den Vertriebenen können wir heute, mehr als sieben Jahrzehnte nach dem Ende des Krieges, vieles lernen: Wertebewusstsein, Zusammenhalt, Verantwortungsbereitschaft sowie die Kraft zum Dialog und zur Versöhnung. Mit diesen Eigenschaften haben sie nach 1945 einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau geleistet. Diese Eigenschaften werden auch in Zukunft zählen, wenn es darum geht, den geachteten Platz Deutschlands und Europas in der Welt zu sichern.


Michael Müller

Regierender Bürgermeister von Berlin

Flucht und Vertreibungen beherrschen derzeit die politische Agenda. In großer Zahl fliehen Menschen vor Bürgerkrieg und Not nach Europa und nehmen dabei viele Gefahren auf sich. Wir Deutschen sind gut beraten, auf unsere eigene Geschichte zu schauen. Rund 15 Millionen Deutsche die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlassen mussten, hatten ebenfalls großes Leid erfahren. Unverschuldet hatten sie die Folgen einer verbrecherischen Politik zu tragen, die von Deutschland ausgegangen war. Nazi-Deutschland hatte nicht nur einen barbarischen Krieg entfesselt, sondern verfolgte auch eine gewaltsame Neuordnung der Landkarte Mittel- und Osteuropas, die für Millionen Menschen unsägliches Leid nach sich zog.

 

Aus dieser Vertreibungsgeschichte zu lernen, bedeutet, sich weltweit für Menschenrechte und Verständigung einzusetzen. So ist auch die Losung zum diesjährigen „Tag der Heimat“ zu verstehen. Sie lautet: „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ und weist auf das eindrucksvolle Jubiläum des Bundes der Vertriebenen hin. Zum 60-jährigen Bestehen des BdV gratuliere ich sehr herzlich und danke für die engagierte Wahrnehmung der Interessen der Heimatvertriebenen. Dazu gehören viele wichtige und kontroverse Debatten, die wichtig sind und waren für die politische Kultur unseres Landes, aber auch die Initiativen zur Aussöhnung mit unseren Nachbarn in Mittel- und Osteuropa.

 

Dem diesjährigen „Tag der Heimat“ wünsche ich einen guten Verlauf und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein besinnliches Beisammensein.


Dr. Dietmar Woidke

Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Am offiziellen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung wurde in den Räumen der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ das Konzept der künftigen Dauerausstellung des entstehenden Dokumentationszentrums der Öffentlichkeit vorgestellt. Die wichtige Botschaft der Veranstaltung am 20. Juni 2017 im Berliner Deutschlandhaus: Die Mitglieder des Stiftungsrates haben die Konzeption auf ihrer Sitzung im Mai einstimmig beschlossen.

 

Eine gute Nachricht, noch dazu, da sie zusammenfällt mit dem 60. Gründungsjubiläum des Bundes der Vertriebenen. Nach vielen Jahren der hart geführten Auseinandersetzung um die angemessene und differenzierte historische Aufarbeitung der Vertreibung von Millionen Deutschen aus Mittel-, Ost- und Südosteuropa während und nach Ende des Zweiten Weltkriegs ist das Einvernehmen über die Ausstellungskonzeption ein hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft. Endlich wird es einen allseits akzeptierten Erinnerungsort geben, an dem nachwachsenden Generationen eine Vorstellung vermittelt wird von dem entsetzlichen Leid, das die aus ihrer Heimat vertriebenen Menschen als Folge des von Deutschland ausgegangenen Eroberungs- und Vernichtungskrieges durchzustehen hatten. Traumatische Erlebnisse, die in vielen Familien bis heute fortwirken.

 

Die Erinnerung wachhalten, um aufzustehen gegen neue Vertreibungen, um einzutreten für Menschenrechte und Völkerverständigung, aber auch um Mitgefühl zu wecken für den Schmerz der Heimatlosigkeit. Diese Leitgedanken zum Tag der Heimat 2017 sind unverzichtbare Grundlage für den Erhalt von Frieden und demokratischen Freiheitsrechten – und wichtiger denn je in Zeiten wachsender Flüchtlingsbewegungen.

 

In diesem Sinne gratuliere ich im Namen der brandenburgischen Landesregierung zu 60 Jahren Einsatz für die Belange der Vertriebenen. Die unter Ihrem Präsidenten Dr. Fabritius gelebte Politik der ausgesteckten Hand gegenüber den heutigen Bewohnern der ehemals deutschen Gebiete ist ein hoffnungsvolles Zeichen der Versöhnung und wird von diesen aufmerksam registriert und dankbar angenommen.


Dr. Carsten Sieling

Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen

60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung – zu diesem Jubiläum gratuliere ich dem Bund der Vertriebenen sehr herzlich. Seit 60 Jahren setzen sich Mitglieder und Verantwortliche für die Verständigung unter den Völkern ein. Sie haben in den schwierigen Anfangsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg, noch erschüttert von Flucht und Vertreibung, sich ein neues Zuhause aufgebaut und mit großem unermüdlichem Einsatz dafür gekämpft, dass wir seit mehr als 70 Jahren in einem friedlichen Europa leben. Sie wissen aus Erfahrung, dass ein neues Zuhause nur in Frieden, Verständigung und Zusammenarbeit mit den Nachbarvölkern möglich ist. Deshalb haben sie immer wieder Brücken gebaut und den ebenso schwierigen wie unverzichtbaren Prozess unterstützt, ein geeintes Europa zu schaffen und zu verteidigen.

 

Wir wissen, dass jede Vertreibung auch immer eine Verletzung der Menschenrechte ist. Das erinnert und verpflichtet uns, diese unveräußerlichen Rechte zu verteidigen und zu schützen. In einer Zeit, in der die Nachrichten geprägt sind von Berichten über Konflikte und Kriege, in der die Flüchtlingszahlen den höchsten jemals registrierten Stand erreicht haben – laut Jahresbericht des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) waren 2016 weltweit 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht – müssen wir gemeinsam die Menschen sensibilisieren und sie dafür gewinnen, offene, lebenswerte und menschliche Gesellschaften weltweit zu schaffen.

 

Eine Heimat zu haben und zu wissen, woher man kommt, das ist für uns Menschen überall auf der Welt, gleich welcher Nation oder welchen Glaubens, ein existentielles Bedürfnis. Ich danke dem Bund der Vertriebenen sehr herzlich für sein Engagement, dass er auch immer wieder dafür wirbt, den zu uns Geflüchteten Mitgefühl entgegen zu bringen und sie willkommen zu heißen. Es ist unser aller Aufgabe und eine große Herausforderung, den Menschen, die in unserem Land Zuflucht suchen, eine Perspektive und vielleicht eines Tages auch eine neue Heimat zu geben.


Olaf Scholz

Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg

Zum traditionellen Tag der Heimat des Bundes der Vertriebenen sende ich dem Bund der Vertriebenen im Namen des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg unsere herzlichen Grüße.

 

In diesem Jahr heißt das Motto „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“.

 

Die aktuellen Bilder und Nachrichten von Krieg, Flucht und Vertreibung in vielen Teilen der Erde erinnern uns daran: Heimat kann von einem Tag auf den anderen verloren gehen. Und die größte Hilfsbereitschaft und Solidarität kann den Betroffenen nicht über diesen Verlust hinweghelfen. Denn der Verlust der Heimat gehört zu den schlimmsten Ereignissen, die einem widerfahren können.

 

Aus dieser historischen Erfahrung heraus hat der Bund der Vertriebenen über Jahrzehnte eine besondere Rolle gespielt. Zum einen, weil es ihm ein wichtiges Anliegen war, die Erinnerung an den Wiederaufbau nach Faschismus und Krieg seitens der Vertriebenen in ganz Deutschland lebendig zu halten. Und zweitens, weil es Ihr Ziel ist, gestern wie heute zur Einigung Europas durch freundschaftliche Beziehungen unseres Landes zu den Staaten Osteuropas beizutragen.

 

Für diesen wichtigen Einsatz im Geiste der Verständigung und der Freundschaft zwischen den Völkern gebührt Ihnen unser Dank und unsere Anerkennung.


Volker Bouffier

Ministerpräsident des Landes Hessen

„60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ – unter diesem Motto begeht der Bund der Vertriebenen in diesem Jahr in Berlin sein Jubiläum. Meine herzlichen Grüße gelten allen Mitgliedern zum 60-jährigen Bestehen ihrer Organisation.

 

Bereits 1950 haben die deutschen Heimatvertriebenen ihre Charta in Stuttgart verabschiedet, in der sie ein Bekenntnis für ein einiges Europa und für die Verständigung der Völker ablegten. Der durch das nationalsozialistische Deutschland entfesselte Krieg hatte millionenfach zu Flucht und Vertreibung geführt. Auch bei uns in Hessen sind viele deutsche Heimatvertriebene und Spätaussiedler ansässig geworden und haben sich erfolgreich in unsere Städte und Gemeinden integriert. Mit beeindruckendem Engagement haben sich die Menschen ein neues Zuhause geschaffen und zugleich ihr Heimatbewusstsein im positiven Sinne bewahrt und gepflegt. In den vergangenen Jahrzehnten waren sie maßgeblich mit am Aufbau eines freien und geeinten Europas beteiligt.

 

Die Erfahrungen aus der Vergangenheit und der Glaube an eine Zukunft haben die Flüchtlinge und Vertriebenen ausgezeichnet. Sie haben unser Land durch ihren Anteil am Wiederaufbau und bei der Entwicklung der Wirtschaft, aber auch durch die Pflege ihrer Kultur und ihres Brauchtums reicher gemacht.

 

Für die Hessische Landesregierung hat die Politik für Heimatvertriebene und Spätaussiedler einen hohen Stellenwert. Das 60-jährige Jubiläum des „Tags der Heimat“ des Bundes der Vertriebenen 2017 in Berlin nehme ich gerne zum Anlass, allen aktiven Mitgliedern für ihr Engagement herzlich zu danken.


Manuela Schwesig

Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die besten Wünsche der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns.

 

Seit über sechs Jahrzehnten setzt sich der Bund der Vertriebenen für die Rechte von vertriebenen und geflüchteten Menschen ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es zunächst Kriegsgefangene und Heimatvertriebene aus Deutschland, für die Sie sich stark gemacht haben. Danach kamen die Spätheimkehrer, Aussiedlerinnen und Aussiedler, Zuwanderinnen und Zuwanderer aus der Sowjetunion.

 

„60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“, lautet in diesem Jahr das Leitwort Ihrer Veranstaltung. Deutschland lebt heute in Frieden mit all seinen Nachbarn. Ich möchte Sie bitten, auch in Zukunft die Erinnerung an das Schicksal der Vertriebenen lebendig zu halten und einen aktiven Beitrag zur Verständigung zu leisten. Gute Nachbarschaft und wirtschaftliche Zusammenarbeit statt Krieg und Vertreibung – das muss unser gemeinsames Ziel bleiben.

 

Ich wünsche dem Tag der Heimat einen guten Verlauf mit anregenden und bereichernden Gesprächen.


Stephan Weil

Ministerpräsident des Landes Niedersachsen

Die Gründung des Bundes der Vertriebenen jährt sich in diesem Jahr zum 60. Mal. Das bedeutet 60 Jahre Einsatz für die Interessen der Heimatvertriebenen sowie Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler in Deutschland und auch – wie Sie es mit Ihrem diesjährigen Motto unterstrichen haben – 60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung.

 

Blicken wir auf die vergangenen Jahrzehnte seit der Gründung Ihres Verbandes zurück, schauen wir gleichzeitig auf einen wichtigen Teil deutscher Geschichte, Identität und Erinnerungskultur. Die Erinnerung an die Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus den ehemaligen Ostgebieten ist Botschaft und Mahnung zugleich: Vertreibungen sind und bleiben Unrecht.

 

Anlässlich dieses besonderen Jahrestags wird uns ebenfalls bewusst, wie eng die Geschichte Deutschlands mit den Heimatvertriebenen verbunden ist. Durch ihre Leistungsbereitschaft und ihren starken Willen, sich trotz des traumatisierenden Verlustes der Heimat im Westen eine Existenz aufzubauen, wurde aus der Aufnahme von fast 8 Millionen Heimatvertriebenen und Flüchtlingen in Westdeutschland eine Erfolgsgeschichte. Allein in Niedersachsen sind 1949 über 1,8 Millionen Vertriebene und Flüchtlinge – die Mehrheit von ihnen Schlesierinnen und Schlesier - aufgenommen worden, dass entsprach mehr als einem Viertel der Gesamtbevölkerung. Wir können uns heute nur schwer vorstellen, wie gewaltig die Aufgabe für alle Beteiligten gewesen sein muss, Millionen Menschen in einem zerstörten Nachkriegsdeutschland aufzunehmen.

 

Es verdient größten Respekt, wie die Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg und der Vertreibung mit ihrem Schicksal umgegangen sind. Sie haben es gemeistert und das zerstörte Deutschland aus Schutt und Asche mit aufgebaut. Wirft man einen Blick auf die Charta der deutschen Heimatvertriebenen von 1950, so findet man nicht etwa Verbitterung und Wut, sondern versöhnliche Töne und richtungsweisende Gedanken. So heißt es in der Charta unter anderem: „Wir werden jedes Beginnen mit allen Kräften unterstützen, das auf die Schaffung eines geeinten Europas gerichtet ist, in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können.“

 

In Zeiten intensiver Diskussionen zur Lage der Europäischen Union sollte uns dieser Satz, verfasst nur fünf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges, nachdenklich machen. Inmitten des Leids der Nachkriegszeit drückten die Heimatvertriebenen das aus, was noch heute den Kern des Europäischen Gedankens bildet: Ein friedliches Zusammenleben der Europäischen Völker in Freiheit. Durch die vielfältigen Kontakte der Heimatvertriebenen in ihre Heimat sind zahlreiche erfolgreiche Städte- und Schulpartnerschaften entstanden, die den europäischen Gedanken mit Leben erfüllen. Durch das große Engagement auch der deutschen Heimatvertriebenen kann das kulturelle Erbe der früheren Heimat bewahrt werden.

 

1957 wurde der Bund der Vertriebenen ins Leben gerufen, um die Interessen der Heimatvertriebenen zu vertreten. Dass diese auch Gehör fanden ist ein wesentlicher Erfolg der Arbeit vieler Zehntausender Ehrenamtlicher im BdV. Der Verband brachte und bringt sich bis heute intensiv in die politische Diskussion ein und sucht den Dialog. Und dieser stete Dialog ist es auch, der die Arbeit des BdV in den vergangenen sechs Jahrzehnten bis heute besonders auszeichnet.

 

Flucht und Vertreibung, Verständigung, Freiheit und Menschenrechte stehen auch aktuell im Fokus der Weltpolitik. Über 65 Millionen Menschen weltweit befinden sich auf der Flucht und fern ihrer Heimat. Ein Teil von ihnen – nämlich über 2 Millionen – wurde in den vergangenen zweieinhalb Jahren bei uns in Deutschland aufgenommen. Welches Leid der Verlust der eigenen Identität und Heimat für Menschen und vor allem auch Kinder bedeutet, können die deutschen Heimatvertriebenen wohl besonders nachempfinden.

 

Die allen Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern sowie Ausländerinnen und Ausländern offenstehende Migrationsberatung des BdV möchte ich vor diesem Hintergrund besonders würdigen.

 

Lassen Sie uns nie vergessen: Freiheit, Demokratie und Frieden sind keine Selbstverständlichkeit sondern müssen jeden Tag durch unser aller Engagement errungen werden.

 

Vor diesem Hintergrund danke ich allen Mitgliedern und Verantwortlichen des BdV für die geleistete Arbeit und bin sicher, dass Sie sich auch zukünftig konstruktiv und prägnant in die politische Diskussion einbringen werden.

 

Der Festveranstaltung zum Tag der Heimat 2017 wünsche ich einen guten Verlauf.


Armin Laschet

Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

„Die Völker müssen erkennen, dass das Schicksal der deutschen Heimatvertriebenen wie aller Flüchtlinge ein Weltproblem ist, dessen Lösung höchste sittliche Verantwortung und Verpflichtung zu gewaltiger Leistung fordert.“ Dieser Satz stammt aus dem Jahr 1950, aus dem „Grundgesetz“ der deutschen Heimatvertriebenen. Damals rief die Charta von Stuttgart-Bad Cannstatt ausdrücklich zum Verzicht auf Rache und Gewalt auf und dazu, an der Einigung Europas und am Aufbau des Kontinents mitzuarbeiten. Sie war ein kraftvoller Appell für Frieden und Versöhnung in einem geeinten Europa.

 

Am 60. Jahrestag der Gründung des Bundes der Vertriebenen können wir stolz sein und feiern. Ich gratuliere ihm herzlich zu 60 Jahren Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung. Ich danke den vielen Millionen Menschen, die nach Flucht und Vertreibung auch bei uns in Nordrhein-Westfalen eine neue Heimat gefunden und mit ganzer Kraft zum Wohlstand und kulturellen Reichtum unseres Landes beigetragen haben. An ihre Verdienste erinnern wir in Nordrhein-Westfalen ganz besonders, weil wir 50 Jahre Patenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen über die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen feiern. Ihre Geschichte ist ein Teil unserer eigenen Geschichte. Und diese Geschichte weist weit in unsere Zukunft, sie erinnert an unsere Verpflichtung und unsere Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die zu uns gekommen sind und zu uns kommen. Und zugleich zeigt sie, was wir gemeinsam leisten können.

 

In einer Zeit, in der die Idee eines geeinten Europa von vielen verschmäht und von manchen bekämpft wird, ist es wichtig, an das Schicksal jener zu erinnern, die vor Krieg und Gewalt zu uns geflohen sind. Und dankbar für das Glück zu sein, dass wir in einem Europa des Friedens und der Freiheit leben dürfen. Es kann nicht genug Menschen geben, die sich für ein solches Europa einsetzen.


Malu Dreyer

Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Zum diesjährigen Tag der Heimat darf ich den Mitgliedern, Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bundes der Vertriebenen und allen Gästen meine herzlichen Grüße übermitteln. Leider ist es mir nicht möglich, persönlich an dieser traditionsreichen Veranstaltung teilzunehmen.

 

Der Tag der Heimat ist ein Tag der Erinnerung. Der Verlust der Heimat ist eine schmerzhafte Erfahrung. Umso wichtiger ist es, die Erinnerung an die Heimat lebendig zu erhalten. Mit der Kranzniederlegung am zentralen Mahnmal der deutschen Heimatvertriebenen wird allen gedacht, die durch Flucht und Vertreibung schwere Einschnitte in ihrem Leben erfahren haben.

 

Der Tag der Heimat ist aber auch ein Moment der Danksagung und Würdigung des friedlichen Engagements von Vertriebenen zur Völkerverständigung in Europa. Er würdigt das stille Gedenken an Flucht und Vertreibung, das heute so viele Menschen dazu bewegt, sich für Geflüchtete einzusetzen. In den letzten Jahren waren Millionen Menschen auf der Flucht. Für alle, die jene Strapazen überlebt haben, hat der lange Prozess des Ankommens gerade erst begonnen. Seit über 60 Jahren engagiert sich der Bund der Vertriebenen für die Rechte von Vertriebenen und setzt sich für größere Solidarität mit Vertriebenen und Geflüchteten ein. So lautet das Leitwort in diesem Jahr „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“.

 

Ich danke dem Bund der Vertriebenen, seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie allen ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen für ihre engagierte Arbeit. Ich wünsche Ihnen alles Gute und weiterhin viel Erfolg für ihre wichtige Arbeit.


Annegret Kramp-Karrenbauer

Ministerpräsidentin des Saarlandes

Der Bund der Vertriebenen feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen. Auch der traditionelle „Tag der Heimat“ des Bundes steht ganz im Zeichen des Jubiläums. Unter dem Leitwort „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ gedenken die Mitglieder des BdV aber auch all diejenigen, die ihm nahestehen, den Heimatvertriebenen, Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen. Leider ist die Zahl der Verfolgten und Vertriebenen in den vergangenen 60 Jahren nicht zurückgegangen. Im Gegenteil: In vielen Ländern der Erde haben die kriegerischen Auseinandersetzungen zugenommen. Dort herrschen Krieg, Zerstörung, Hungersnöte und Armut. Für viele Menschen, die in diesen Krisengebieten leben, bedeutet dies oftmals Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat. Die Folgen für die Betroffenen sind dramatisch: Heimatlos und ohne Hilfe von anderen besteht kaum eine Chance auf Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse.

 

Seit 60 Jahren kümmert sich der Bund der Vertriebenen um die Interessen der von Flucht, Vertreibung und Aussiedlung betroffenen Bevölkerungsgruppen. Mit großartigem und unermüdlichem Engagement bietet der BdV ein breites Spektrum an Beratungs- und Betreuungsangeboten für zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene.

 

Mein Dank gilt dem Bund der Vertriebenen, der als moderner Sozialverband seit nunmehr 60 Jahren dem Gemeinwohl dient und vielfältige Interessen und Aufgaben vertritt und erfüllt, darunter die Integration von Aussiedlern, Flüchtlingen und Asylsuchenden, die soziale und kulturelle Unterstützung von Minderheiten sowie die Pflege des Kulturgutes der Vertriebenen und Flüchtlinge. Dieses großartige Engagement verdient höchste Anerkennung.

 

Der Jubiläumsveranstaltung zum „Tag der Heimat“ wünsche ich einen erfolgreichen Verlauf, dem Bund der Vertriebenen und allen Mitgliedern in den Landesverbänden und Landsmannschaften auch in Zukunft eine glückliche Hand bei der Erfüllung ihrer vielfältigen Aufgaben.


Stanislaw Tillich

Ministerpräsident des Freistaates Sachsen

Am 1. Juli 2017 wurde des verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl bei einem Trauerakt im Europaparlament in Straßburg gedacht. Es war eine beeindruckende Veranstaltung, die es so vorher noch nie gegeben hat. Helmut Kohl hat so ehemalige und amtierende Repräsentanten aus ganz Europa sowie Partner und Freunde aus vielen Teilen der Welt zusammengeführt.

 

Das Gedenken an Helmut Kohl hat aber auch deutlich gemacht, was uns in Europa eint und auf welchen gemeinsamen politischen Grund- festen wir stehen. Deutsche Wiedervereinigung und die Einigung Europas gehörten für ihn untrennbar zusammen. Und die Einigung Europas war nicht mit dem Fall des Eisernen Vorhanges erreicht, sondern erst mit der Osterweiterung der Europäischen Union.

 

Im Frühsommer war ich mit einer Delegation in Rumänien und habe Bukarest und Sibiu besucht. Der Freistaat Sachsen möchte seine Beziehungen zu Rumänien weiter vertiefen. Und auf dieser Reise habe ich erlebt, wie ertragreich und zukunftsträchtig dies sein kann. Als Angehöriger einer Minderheit, der Sorben, war ich sehr beeindruckt, wie die Siebenbürger Sachsen ihre Sprache und Kultur pflegen, sich aber auch einbringen.

 

Nicht in der Abschottung sondern im Miteinander und der Zusammenarbeit liegen die Chancen. Wenn wir dies beherzigen, wird Europa und die Europäische Union eine gute Zukunft haben zum Wohle der Menschen. Vorbilder und Beispiele gibt es reichlich, etwa die deutsch-französische Freundschaft, die seit Jahrzehnten ein Motor für eine gute Entwicklung Europas ist.

 

Wir dürfen nunmehr auf jeweils 25 Jahre deutsch-polnischer und deutsch-tschechischer Freundschaftsvertrag blicken. Sie sind längst mit Leben gefüllt. Sachsen arbeitet eng mit seinen Nachbarn zusammen, sei in Wissenschaft und Forschung oder Kultur und Tourismus. Aber auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Rettungsdiensten, beim Hochwasser- und Umweltschutz ist Alltag. Nach einer wechselvollen Geschichte haben wir gemeinsam ein neues Kapitel der Beziehungen aufgeschlagen. Das kommt den Menschen zugute. Das baut Brücken zwischen den Menschen in Europa. „Brückenbauen“ war auch das Motto der sächsischen Bundesratspräsidentschaft im vergangenen Jahr. Osteuropa war mir dabei ein besonderes Anliegen.


Dr. Reiner Haseloff

Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Noch nie gab es weltweit so viele Flüchtlinge wie gegenwärtig. Mehr als 65 Millionen Menschen haben ihre Heimat durch Kriege und ethnische Konflikte verloren. Sie befinden sich entweder innerhalb ihres Landes oder über dessen Grenzen hinaus auf der Flucht. Einmal mehr wird deutlich: Flucht und Vertreibung sind kein Phänomen des 20. Jahrhunderts. Sie prägen leider auch unsere Gegenwart.

 

Der diesjährige Tag der Heimat steht unter dem Motto „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“. Offenheit und Dialog waren immer ein Schlüssel zu dauerhafter Versöhnung und echter Verständigung. Dafür ist die Geschichte des Bundes der Vertriebenen ein herausragendes Beispiel.

 

Der Tag der Heimat ist nicht zuletzt auch eine eindringliche Mahnung an die Völkergemeinschaft, Vertreibungen, wo immer sie sich ereignen, zu ächten und die Menschenrechte, zu denen auch das Recht auf Heimat zählt, einzufordern und umzusetzen. Nicht zuletzt die europäische Flüchtlingskrise hat uns in aller Deutlichkeit auf diese Zusammenhänge hingewiesen.

 

Auch vor diesem Hintergrund ist die Charta der Heimatvertriebenen aus dem Jahr 1950 von ungebrochener Bedeutung und Aktualität. Sie ist ein herausragendes europäisches Dokument der Versöhnung und Völkerverständigung. Noch unmittelbar unter dem Eindruck des erlittenen Unrechts bekannten sich die Heimatvertriebenen zum Verzicht auf Vergeltung, zur Teilnahme am Wiederaufbau Deutschlands und zu einem geeinten Europa, „in dem die Völker ohne Furcht und Zwang leben können“.

 

Aus Visionen wurde Wirklichkeit. Aber noch sind nicht alle Forderungen der Charta erfüllt. Nach wie vor werden Menschen aus ihrer angestammten Heimat vertriebenen. Nach wie vor wird Menschen das elementare Recht auf Heimat verweigert. Heimatrecht ist ein universales Menschenrecht! Vertreibungen weltweit zu ächten und sie künftig unmöglich zu machen, ist ein Gebot der Menschlichkeit. Heimat ist mehr als nur ein geographischer Begriff. Sie ist ein emotionales Bekenntnis, ein vertrauter Lebensraum und Kulturkreis. Und deshalb ist sie unersetzlich.

 

Das Recht auf Heimat muss überall anerkannt und respektiert werden. Niemanden sollte diese Aufgabe gleichgültig lassen. Der BdV steht für die Verwirklichung dieses Menschenrechts, und er tut das im Geiste der Toleranz, Demokratie und Freiheit. Dafür danke ich ihm ganz herzlich.


Daniel Günther

Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein

Seit 60 Jahren setzen Sie sich im Bund der Vertriebenen für die Interessen der von Flucht, Vertreibung und Aussiedlung betroffenen Deutschen ein. In diesen sechs Jahrzehnten haben Millionen Menschen bei Ihnen Aufnahme gefunden. Sie haben jenen, denen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges alles genommen war, Halt, Hoffnung und eine neue Heimat gegeben. Und Sie haben den Weg bereitet für eine offizielle Anerkennung und symbolische Wiedergutmachung des Schicksals ziviler deutscher Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.

 

Viele Vertriebene, auch aus Schleswig-Holstein, sind seit Kriegsende in ihre alte Heimat gereist, um Kontakte zu den dort lebenden Menschen zu knüpfen und Patenschaften zu organisieren. Aussöhnungsinitiativen haben Brücken gebaut, die zum wachsenden gegenseitigen Verständnis beitragen. Nicht zuletzt gehen die Pflege von Bau- und Kulturdenkmalen und die Einrichtung von Jugendbegegnungsstätten vielfach auf die Initiative Vertriebener zurück.

 

In der heutigen Zeit, da laut UNHCR rund 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind, werden Ihre Lebenserfahrung und Ihre Unterstützung weiterhin dringend benötigt. Sie, die Flüchtlinge und Vertriebenen von damals, wissen, was Menschen durchleiden, wenn sie vor Krieg, Gewalt und Verfolgung aus vertrauter Umgebung fliehen müssen. Sie wissen, was es bedeutet, ein neues Zuhause zu begründen. Und sie wissen, wie wichtig es ist, dass Menschen am Ort dieses neuen Zuhauses sich um die Geflohenen und Vertriebenen kümmern.

 

Sie im Bund der Vertriebenen leiten daraus Ihre besondere Verantwortung ab, sich für Menschenrechte, grenzüberschreitende Verständigung und Hilfe für Menschen in großer Not weltweit einzusetzen. Für Ihre Solidarität und Ihr jahrzehntelanges unermüdliches Engagement spreche ich Ihnen allen, auch im Namen der Landesregierung, meinen herzlichen Dank und meine große Anerkennung aus.

 

Flucht und Vertreibung hat es zu allen Zeiten gegeben. Die Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen, sind vielfältig; das damit verbundene Leid indes ist oftmals das gleiche. „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft“, so hat es Wilhelm von Humboldt formuliert. Auch heute noch kann uns sein Gedanke den Weg weisen. Was ist aus der Geschichte zu lernen? In jedem Fall, dass unsere Gesellschaft klare Vorstellungen davon entwickeln muss, wie das Zusammenleben in unserem Land in den kommenden Jahrzehnten gestaltet sein soll.

 

In unserer Erinnerungskultur werden wir für nachfolgende Generationen dauerhaft erfahrbar machen müssen, was wir miteinander teilen, was unsere Werte sind. Und wir werden im Hier und Jetzt Lösungen diskutieren und erarbeiten, um Zuwanderern, Migranten und Flüchtlingen in Deutschland eine Perspektive zu eröffnen, unabhängig davon, wie lange sie bei uns bleiben.

 

Deutschland ist ein weltoffenes Land. Es ist unser Anspruch und unsere Aufgabe, Menschen, die aus anderen Kulturkreisen zu uns kommen, eine Heimat zu geben, sie zu unterstützen und zu integrieren mit dem Ziel gleichberechtigter Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dabei muss unser liberaler Rechtsstaat seinen Bürgerinnen und Bürgern Freiheit, aber auch Sicherheit bieten. Beides bedingt sich. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass jeder, der bei uns lebt, in der Lage ist, dieses Leben auf der Basis des Grundgesetzes selbstbestimmt zu gestalten.

 

„60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ – das ist das Leitwort zum Tag der Heimat 2017. Ich gratuliere Ihnen herzlich zu diesem runden Geburtstag. Mögen im Bund der Vertriebenen weiterhin viele Hände ineinandergreifen, um Geflohenen die Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Dasein an einem Ort zu schaffen, den sie eines Tages als ihre Heimat bezeichnen können.


Bodo Ramelow

Ministerpräsident des Freistaats Thüringen

Meine herzlichen Grüße zum Tag der Heimat 2017 des Bundes der Vertriebenen! Es gehört auch im 21. Jahrhundert zu den schmerzlichen Grundgewissheiten, dass Millionen Menschen auf der Flucht sind und den Verlust ihrer Heimat beklagen.

 

Unter dem Motto: „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ will der BdV an alle Flüchtlinge erinnern, die als Opfer von Flucht und Vertreibung heimatlos wurden und immer noch werden. Damit aus dem Verlust der Heimat kein Verlust der Identität wird, müssen wir uns immer wieder für die Menschenrechte, Verständigung und friedliche Konfliktlösungen einsetzen und damit die Würde des Menschen verteidigen.

 

Seit 60 Jahren leistet der Bund der Vertriebenen einen wichtigen Beitrag zur Mahnung, damit die Leiden von Flüchtlingen nicht in Vergessenheit geraten und damit wir im Blick behalten, welchen Sorgen, Nöten und oft Überlebensängsten Flüchtlinge heute ausgesetzt sind.

 

Die deutschen Vertriebenen erinnern an die Vertreibung aus ihrer einstigen Heimat am Ende des 2. Weltkrieges. Wir dürfen dabei jedoch nicht vergessen, was die Ursachen dafür waren. Die Verbrechen im Namen einer menschenfeindlichen Ideologie entwurzelten viele Völker Europas, führten zu Millionen Toten und mündeten in Krieg, Zerstörung, Flucht und Vertreibung.

 

Deshalb ist der Tag der Heimat auch ein Tag der Rückbesinnung, der Erinnerung und der Mahnung, der vor allem der Versöhnung dient. Diese Versöhnungsarbeit leisten viele Vertriebene, indem sie vor dem Hintergrund ihres schrecklichen Schicksals und ihrer Erfahrungen heute helfend Brücken bauen, damit die Integration Tausender Flüchtlinge gelingt und zu einer ebensolchen Erfolgsgeschichte wird wie die Aufnahme der Vertriebenen in unsere Gesellschaft.

 

Ich wünsche mir, dass die Verständigung und Integration dauerhaft gelingen, damit Flüchtlinge bei uns eine neue Heimat finden.


Bundesparteien

 

Martin Schulz

Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Zu Ihrem diesjährigen Tag der Heimat sende ich Ihnen auch im Namen der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands die allerbesten Grüße. Ganz herzlich gratuliere ich Ihnen zum 60. Jahrestag der Gründung des Bund der Vertriebenen.

 

Als sich der Bund der Vertriebenen im Jahr 1957 gegründete, waren die tiefen Gräben zwischen Ost und West allgegenwärtig. Die Konfrontation zwischen den USA und der Sowjetunion drohte in einen heißen Konflikt zu eskalieren. Der sogenannte Eiserne Vorhang zog sich immer weiter zu. Etwas, was für all jene besonders schmerzlich gewesen sein muss, die Flucht und Vertreibung erleiden mussten und ihre Heimat im Osten verloren hatten.

 

1957 war aber auch die Geburtsstunde eines der größten Friedensprojekte, die je auf unserem Kontinent realisiert wurden. Es ist die Geburtsstunde der Europäischen Union. Wer hätte vor 60 Jahren bei der Unterzeichnung der Römischen Verträge gedacht, dass Deutschland einmal als Friedensmacht in der Mitte Europas ein vollanerkanntes und hoch angesehenes Mitglied der Staatengemeinschaft sein würde. Wer hätte gedacht, dass Deutsche, Polen und Tschechen, dass wir mit Franzosen, Niederländern und Briten in Freundschaft verbunden sind? Die Verwirklichung der Vision eines geeinten und friedlichen Europas ist etwas, wofür die deutsche Sozialdemokratie immer mit aller Kraft gearbeitet hat. Das werden wir weiter tun, denn wir alle spüren, dass dieses Europa in Gefahr ist. Nationalismus, Chauvinismus und Egoismus versuchen mit Macht in Europa wieder Fuß zu fassen.

 

Ausgehend von einem von Deutschland entfachten verbrecherischen Krieg mussten die Völker in Europa erleben und erleiden, welche brutale Gewalt und Menschenfeindlichkeit hierdurch ausgelöst werden. Sie und Ihre Familien wissen selbst von den Folgen zu berichten, Sie wissen was es heißt verfolgt und vertrieben zu werden. Deshalb danke ich Ihnen, sehr geehrter Herr Dr. Fabritius, für Ihr so leidenschaftliches Bekenntnis zu unserem heutigen Europa. Seien Sie versichert, dass die SPD hierbei immer an Ihrer Seite stehen wird.

 

Ich wünsche Ihnen für Ihren Tag der Heimat 2017 alles Gute.


Nicola Beer

Generalsekretärin der FDP

Ihr Leitwort „60 Jahre Einsatz für Menschenrechte, Heimat und Verständigung“ beschreibt treffend Ihr Einstehen für demokratische Werte und Völkerverständigung. Die Vergangenheit annehmen und aus ihr zu lernen sind maßgebliche Voraussetzungen für Verständigung. Dies hat der Bund der Vertriebenen während der vergangenen 60 Jahre vorbildlich unter Beweis gestellt. Sie haben unser aller Gewissen geschärft und die Folgen von Flucht und Vertreibung in unserem Bewusstsein gehalten. Dies ist eine wichtige Grundlage für verantwortungsvolles Handeln in Gegenwart und Zukunft.

 

Leider sind Flucht und Vertreibung immer noch aktuell. Auch dank der Arbeit des Bundes der Vertriebenen wissen wir um unsere Verantwortung gegenüber Menschen, die dieses Schicksal erleiden. Es sind ganz persönliche Schicksale und jedes einzelne ist mit unsäglichem Leid verbunden: Den Verlust der Heimat und der Schmerz, alles Liebgewonnene verloren zu haben, erleiden auch heute noch Millionen Menschen. Es ist unsere Verantwortung und unsere Pflicht, alles nur Mögliche zu tun, um Flucht und Vertreibung aus der Heimat für immer von dieser Welt zu verbannen.

 

Für Ihr diesjähriges Treffen wünsche ich Ihnen gutes Gelingen, interessante Begegnungen und Gottes Segen.