Berlin – Der Bund der Vertriebenen (BdV) begrüßt die deutlichen Signale für deutsche Heimatvertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler in den Koalitionsverträgen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Beide Vereinbarungen heben die historische und gesellschaftliche Bedeutung dieser Gruppen hervor und bekräftigen die Verantwortung der Länder für Erinnerungskultur, kulturelles Erbe und verlässliche Unterstützung der entsprechenden Verbände.
BdV-Präsident Stephan Mayer MdB bewertet die Verträge als ermutigendes Signal: „Dass in Baden-Württemberg die bewährte Arbeit für Vertriebene, Aussiedler und Spätaussiedler fortgeführt und in Rheinland-Pfalz erstmals ein Landesbeauftragter für Aussiedler und Vertriebene eingeführt werden soll, ist ein starkes Zeichen der Kontinuität und Wertschätzung. Es zeigt: Die Anliegen unserer Gemeinschaft finden Gehör und werden politisch verlässlich aufgegriffen. Besonders erfreulich ist, dass gute Beispiele Schule machen und die institutionelle Vertretung unserer Belange auch in weiteren Bundesländern gestärkt wird.“
Der BdV würdigt in diesem Zusammenhang das langjährige und engagierte Wirken des bisherigen Landesbeauftragten in Baden-Württemberg, Landesinnenminister Thomas Strobl, dessen Einsatz wesentlich zur Sichtbarkeit und Stärkung der Anliegen der Vertriebenen und Aussiedler beigetragen hat.
Ausdrücklich begrüßt der BdV auch die Ankündigung in Rheinland-Pfalz, das Schicksal der Heimatvertriebenen und Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg als Teil der gemeinsamen Erinnerungskultur stärker sichtbar zu machen.
Ein weiteres positives Zeichen ist, dass die Landesregierung in Baden-Württemberg die Kulturarbeit weiter unterstützen und ihr Engagement in der EU-Donauraumstrategie fortsetzen will. Die im Koalitionsvertrag hervorgehobene Weiterentwicklung des Donauprojektefonds stärkt auch die vielfältigen Beziehungen entlang der Donau. Gerade für die Donauschwaben in Deutschland, die Ungarndeutschen oder die Banater Schwaben sowie die deutschen Minderheiten und ihre Nachbarvölker in Südosteuropa hat dies Signalwirkung.
Die Pflege und Förderung des kulturellen Erbes der Vertriebenen und Aussiedler ist ein zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Sie trägt auch zu den Zielen des BdV bei, historische Erfahrungen lebendig zu halten, Begegnung zu ermöglichen und kulturelle Vielfalt zu stärken sowie historische Verbindungen zu pflegen und neue Brücken zu bauen.

