titelbild-0122d.jpg

Mayer: „Brücke der Verständigung führt nach Brünn“

| Presse

Sudetendeutscher Tag ist „ausgestreckte Hand, die ergriffen wurde“

Berlin – Für den Bund der Vertriebenen (BdV) ist der Sudetendeutsche Tag 2026 ein starkes Zeichen für Verständigung, gemeinsames europäisches Geschichtsbewusstsein und ein lebendiges demokratisches Miteinander. Er findet auf Einladung des Versöhnungsfestivals „Meeting Brno“ in Brünn statt und ist das Ergebnis einer über Jahre gewachsenen Verständigungsarbeit.

BdV-Präsident Stephan Mayer erklärt hierzu: 

„Die Brücke der Verständigung führt nach Brünn. Dass der Sudetendeutsche Tag ausgerechnet 80 Jahre nach dem Hauptjahr der Vertreibungen erstmals in Tschechien stattfinden kann, ist ein ermutigendes Signal für ein friedliches und partnerschaftliches Europa.

Wie so oft sind es Stimmen der politischen Ränder, die dies im Vorfeld in Frage stellen. Umso wichtiger ist es, dass sich Staatspräsident Petr Pavel und Senatspräsident Miloš Vystrčil unmittelbar vor dem Sudetendeutschen Tag so klar und symbolträchtig hinter den Versöhnungsgedanken gestellt und die Schirmherrschaft über das Festival ‚Meeting Brno‘ übernommen haben. Beide setzen damit ein deutliches Zeichen für Verständigung und ein gemeinsames europäisches Miteinander.

Neue Nationalismen dürfen in Europa keine Bühne finden. Wer heute versucht, die Vergangenheit zu instrumentalisieren, um erneut Gräben zwischen Völkern und Nationen aufzureißen, verharrt in einem ewiggestrigen Denken.

Der Sudetendeutsche Tag in Brünn symbolisiert die ausgestreckte Hand, die ergriffen wurde. Das Motto ‚Alles Leben ist Begegnung – Život je setkávání‘ nimmt dies auf. Die Sudetendeutschen haben bewiesen, dass sie Brückenbauer in Europa sind – gemeinsam mit der deutschen Minderheit in Tschechien und zahlreichen engagierten Kräften der Zivilgesellschaft in beiden Ländern. Begegnung, gegenseitiger Respekt und das ehrliche Gespräch über die geteilte Geschichte bleiben der richtige Weg.“

Ausdrücklich begrüßt der Bund der Vertriebenen zudem die angekündigte Teilnahme von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und von Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Ihre Präsenz unterstreicht die bleibende Verantwortung Deutschlands für die Anliegen der Heimatvertriebenen und Aussiedler sowie die Bedeutung der deutsch-tschechischen Verständigung im Herzen Europas.
 

Zurück