Liebe Besucherinnen und Besucher,


mitten im Kalten Krieg besucht eine vertriebene deutsche Familie ihr heimatliches Haus in Schlesien, wo unterdessen Polen leben. Gemeinsam stellt man fest, dass der Schlüssel, der von den Deutschen mitgenommen wurde, noch immer das Schloss der Eingangstür aufschließt. In so einem buchstäblichen „Schlüsselmoment“ wäre vieles denkbar und verständlich: Die Vertriebenen könnten, von der Situation und den sie begleitenden Erinnerungen überwältigt, einen Rechtsanspruch formulieren. Umgekehrt könnten die neuen Bewohner Abwehrreaktionen gegen diese „Manifestation des Heimatrechts“ zeigen. Trotz passenden Schlüssels bliebe die Tür verschlossen.

Was aber passiert tatsächlich? Der Schlüsselmoment wird zu einem Fokuspunkt der Verständigung. Alte und neue Bewohner des Hauses sehen das Gemeinsame, überwinden dadurch das Trennende – und die Tür zwischen den Menschen und zwischen den Nationen öffnet sich. Die hier frei wiedergegebene Anekdote war ein Höhepunkt in der Ansprache des diesjährigen Festredners beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen, Friedrich Merz. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag hatte darüber hinaus viele zukunftsweisende Botschaften mitgebracht, weshalb wir seine Rede auf unserer Internetseite dokumentieren. 

Aber gerade diese Begebenheit dokumentiert, wofür Heimatvertriebene ebenso wie Heimatverbliebene neben notwendig zu klärenden rechtlichen Fragen und politischen Anliegen von Beginn an eingestanden haben – und bis heute einstehen: für ein geeintes und friedliches Europa. 

Ihr
Dr. Bernd Fabritius


„Heimatvertriebene und Heimatverbliebene: Gemeinsam für ein friedliches Europa“

Leitwort zum Tag der Heimat 2024

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