Liebe Besucherinnen und Besucher,

mehr als 150.000 Menschen standen am 6. August 1950 dicht gedrängt vor dem Neuen Schloss in Stuttgart und erlebten die Verkündung der Charta der deutschen Heimatvertriebenen mit. Wer hat damals wohl vermutet, dass auch 70 Jahre später immer noch regelmäßig an dieses Ereignis erinnert und das mit der Verkündung ausgesandte Signal noch immer nachhallen würde? Wer hätte voraussagen mögen, dass ein Charta-Gedenken im Jahr 2020 zwar großes Interesse erregen, aber aufgrund einer weltweiten Pandemie ohne großes Publikum auskommen müsste? Wer hätte sich wohl Mindestabstände in öffentlichen Versammlungen oder das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes vorstellen können?

Bei allen Herausforderungen, die wir im Laufe der Jahrzehnte gemeistert haben, ist es bemerkenswert, welchen gänzlich neuen wir uns auch hin und wieder stellen müssen. Eine Videodokumentation unserer Kranzniederlegung in Stuttgart, unseren Jubiläumsfilm „70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ sowie die filmischen und schriftlichen Grußworte können Sie über unsere Internetseite anschauen bzw. lesen.

Heute müssen wir nicht mehr aus sozialer Not auf die Straße gehen. Wir setzen uns vor Ort erfolgreich für unsere Anliegen ein: etwa in der Erinnerungs- und Kulturarbeit, in grenzüberschreitenden Partnerschaften mit unseren Nachbarn, im Einsatz gegen Vertreibungen oder in der Integration unserer Spätaussiedler.

Aber auch wenn sich unsere Aufgaben und unser Engagement über die Jahrzehnte naturgemäß gewandelt haben, bleiben die wesentlichen Inhalte unserer Charta heute und in Zukunft Grundlage unserer Arbeit. Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen hat dies mit seiner Deklaration anlässlich des Charta-Jubiläums deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen „gilt zu Recht als einer der Grundsteine unserer Demokratie“ hat uns Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble in seiner Videogrußbotschaft mit auf den Weg gegeben. Wir sind dankbar dafür, dass unser Wirken damit erneut eine besondere Würdigung erfahren hat.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius

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