Liebe Besucherinnen und Besucher,

mit „Die unmögliche Tatsache“ ist ein wunderbares, von Christian Morgenstern 1909 verfasstes Gedicht überschrieben. Darin wird ein Herr Palmström Opfer eines Verkehrsunfalles und stellt in der Ermittlung des Tatherganges fest, dass am Unfallort kein Fahrzeug hätte fahren dürfen. Am Ende heißt es: „Und er kommt zu dem Ergebnis: | Nur ein Traum war das Erlebnis. | Weil, so schließt er messerscharf, | nicht sein kann, was nicht sein darf.“

In einer Bonner Bezirksvertretung im 21. Jahrhundert hätte eine ähnliche Posse fast das Ende einer traditionsreichen Großveranstaltung des örtlichen BdV bedeutet: des Ostdeutschen Markttages.

Als „unmögliche Tatsache“ muss einigen Bonner Lokalpolitikern aus den Reihen von Grünen, SPD, Linken und Volt erschienen sein, dass der Bund der Vertriebenen ein moderner Menschenrechtsverband und Mitglied im Deutschen Institut für Menschenrechte ist, dass wir uns seit Jahrzehnten verständigungspolitisch engagieren und dafür auch gefördert werden oder dass wir uns mit „ostdeutsch“ tatsächlich auf das historische Ostdeutschland und die alte Heimat beziehen – deren Kultur zum gesamtdeutschen Kulturerbe gehört und die maßgeblich von uns weitergetragen wird.

Vor Ort genügte sicher ein geübter Blick in das jahrzehntelang unverändert tradierte „Regelwerk linker Ideologie“, und es war klar: Dies darf – und kann daher auch gar nicht das Profil des BdV sein. Einen „Ostdeutschen Markttag“ sollte es in Bonn fortan nicht mehr geben. 

Diese Entscheidung wurde von vielen unserer Mitstreiter aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen und politischen Bereichen mit persönlichen Bezügen zum historischen Ostdeutschland, mit geschichtlichen Hinweisen und auch mit politischen Argumenten vehement kritisiert. 

Mag sein, dass damit sogar die Grenzen der Vorstellungswelt bei den Entscheidern in Bonn erweitert werden konnten. Denn nun wird der Ostdeutsche Markttag – günstige Corona-Bedingungen vorausgesetzt – doch wie üblich im September stattfinden können.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius MdB

Aktuelles

Einsatz für Rechtsstaatlichkeit und Minderheitenrechte in Europa

Fabritius erneut deutscher Vertreter im Europarat...

Dr. Bernd Fabritius wieder Mitglied des Deutschen Bundestages

„Offene Baustellen fertigstellen“...

Selbstbestimmungsrecht der Völker achten

100 Jahre Volksabstimmung über Oberschlesien...

Konstruktiver Austausch mit Ministerpräsident und CSU-Vorsitzendem Söder

BdV-Jahresleitwort: „Vertreibungen und Deportation ächten –…


Weitere aktuelle Artikel »

Zentrum gegen Vertreibungen

Aus dem Geist der Versöhnung mit allen Nachbarvölkern steht das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN in Solidarität zu allen Opfern von Vertreibung und Genozid.

Mehr erfahren