BdV - Bund der Vertriebenen
BDV

Liebe Besucherinnen und Besucher,

 

etwa zwischen Pfingsten und dem beginnenden Hochsommer liegen „Freud und Leid“ im Einsatz für die vom Bund der Vertriebenen vertretenen Anliegen Jahr für Jahr besonders nahe beieinander.

 

Mit einem lachenden Auge blicken wir in diesem Zeitraum auf die traditionsreichen Treffen unserer Landsmannschaften. Sie sind ein Spiegel unserer lebendigen Verbandsarbeit. Mit ihnen zeigen wir nicht nur, dass unsere Kultur und unsere Identität fortbestehen, sondern auch, womit wir einen wichtigen Beitrag für die Zukunft leisten – nämlich mit unserem gemeinsamen, grenzüberschreitenden und friedensstiftenden Einsatz für Europa.

 

Mit einem weinenden Auge blicken wir auf den Anlass, aus dem wir nun seit 2015 regelmäßig am 20. Juni in Berlin und bundesweit zu Gedenkveranstaltungen zusammenkommen: auf das Unrecht von Flucht und Vertreibung, das rund 15 Millionen Deutsche gegen Ende und nach dem Zweiten Weltkrieg erleiden mussten, die gleichsam stellvertretend in Haftung genommen wurden für die grauenvollen Verbrechen der Nationalsozialisten. Bei der Gedenkstunde in Berlin ist dabei in diesem Jahr so deutlich wie selten zuvor zum Ausdruck gekommen, wie sehr unsere Identität und unsere Gesellschaft insgesamt auch von diesem Massenschicksal geprägt wurden – und wie schwer dieses dennoch einen angemessenen Platz in der historischen Forschung, in den Medien und im allgemeinen Bewusstsein findet.

 

In der Vorausschau blicke ich dankbar und gespannt auf den Auftakt zum Tag der Heimat des BdV, der am 31. August 2019 unter dem Leitwort „Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“ erneut in der Urania Berlin stattfinden wird. Besonders freue ich mich auf die Impulse unseres diesjährigen Festredners Armin Laschet, des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Ihr
Dr. Bernd Fabritius