BdV - Bund der Vertriebenen
BDV

Liebe Besucherinnen und Besucher,

„Europa ist heute, 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs, ein weltweit einzigartiger Raum des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstands“. Daran hat uns Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel am 9. April bei unserem Jahresempfang erinnert. Mit ausdrücklichem Bezug zu unserem Leitwort „Menschenrechte und Verständigung – Für Frieden in Europa“ und mit der Europawahl 2019 vor Augen dankte sie dem Bund der Vertriebenen und den durch uns vertretenen Menschen dafür, dass wir seit Jahrzehnten immer wieder „Brücken in die Zukunft“ schlagen und unser heutiges Europa mit ermöglicht haben.

 

Dies haben auch die Vertriebenen und Flüchtlinge in Südkorea erkannt, wohin eine kleine Delegation des BdV Ende Februar eingeladen war. Die koreanische Halbinsel ist seit mehr als 60 Jahren zerrissen von einer Grenze, die vielleicht noch undurchlässiger ist als alles, was wir je erdulden mussten. Und auch ideologisch scheint die Kluft zwischen dem diktatorischen Norden und dem freiheitlich-demokratischen Süden tief.

 

Dennoch blicken die mit dem Koreakrieg aus ihrer Heimat im Norden vertriebenen Menschen voller Interesse auf unser Engagement in und für Deutschland und Europa. Auch sie erhalten die Erinnerung an ihre Heimatgebiete und ihre Kultur am Leben und wollen zu unverzichtbaren Bindegliedern zwischen den Ländern werden, sobald eine Phase politischer Entspannung beginnt. Dies könnte dann ein wichtiger Baustein zur Wiederherstellung der Einheit Koreas sein.

 

Unser Einsatz für das Friedens- und Freiheitsprojekt Europa sowie für das über Grenzen hinweg Verbindende wird also weithin wahrgenommen und dient anderen als Vorbild. Das stimmt dankbar und zeigt: Es lohnt sich, diesen Weg weiter zu gehen.

 

Ihr
Dr. Bernd Fabritius