Liebe Besucherinnen und Besucher,

der November ist angebrochen. Kaum drei Wochen sind es noch bis zu dem Termin, an dem wir unsere Bundesversammlung angesetzt hatten. Jetzt wäre für den Bundesverband und die Mitglieder die Zeit angebrochen, diese jährliche Zusammenkunft nochmals intensiv vorzubereiten, um für die künftige Arbeit inhaltliche Akzente setzen zu können. Wir würden uns auf die Wahl eines neuen Präsidiums einstellen, und wir hatten fest geplant, in diesem Jahr dem Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier unsere höchste Auszeichnung zu überreichen: die Ehrenplakette für Verdienste um die Menschenrechte.
 
All dies – so hat es das amtierende Präsidium am 2. November einstimmig beschlossen – kann nun erst im Frühjahr 2021 geschehen. Das Bedürfnis, turnusgemäß über Arbeitsschwerpunkte zu beraten und diese mit neu gewählter Führungsriege anzugehen, musste dem Verantwortungsgefühl für unsere Delegierten weichen, die in Zeiten erneut steigender COVID-19-Infektionen mit einer Reise quer durch unser Land ein hohes gesundheitliches Risiko auf sich genommen hätten. Für das kommende Frühjahr hoffen wir auf eine Verbesserung der Lage und die Möglichkeit, wieder persönlich zusammenzukommen. Weil das Gespräch von Angesicht zu Angesicht nicht ohne Abstriche durch Begegnungen in digitaler Form ersetzt werden kann, wollen wir diesem den Vorzug geben. Dennoch gilt es, Alternativen einzuplanen, sollte auch im Frühjahr ein weiterhin hohes Infektionsgeschehen zu beachten sein.
 
Unabhängig von solchen notwendigen Verschiebungen geht unser Einsatz aber auch in Corona-Zeiten weiter. Bestes Beispiel ist vielleicht das Sudetendeutsche Museum in München, das Anfang Oktober erstmals seine Türen für Besucher geöffnet hat. Als beeindruckendes Leuchtturmprojekt deutscher Erinnerungspolitik hat das Museum eine immense Bedeutung für den Erhalt von Kultur und Geschichte der Sudetendeutschen – mahnt jedoch gleichzeitig auch die Fertigstellung des „Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ in Berlin an, die im Sommer 2021 erfolgen soll. Als Lichtblick in diesem Zusammenhang empfinde ich, dass die Vertretung unseres Bundesverbandes in der Hauptstadt bereits eine neue Heimstatt im Deutschlandhaus am Anhalter Bahnhof gefunden hat.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius

Aktuelles

Schicksal deutscher Zwangsarbeiter Teil unserer gemeinsamen Erinnerungslandschaft

Anerkennungsleistung späte symbolische Geste an Betroffene...

„Einer der Grundsteine unserer Demokratie“

70 Jahre Charta der Heimatvertriebenen in Stuttgart-Bad Cannstatt...

Deklaration des BdV-Präsidiums zum 70. Jubiläum der Charta der deutschen Heimatvertriebenen

Vor 70 Jahren, in einer Zeit großer sozialer und wirtschaftlicher Not,…


Weitere aktuelle Artikel »

Zentrum gegen Vertreibungen

Aus dem Geist der Versöhnung mit allen Nachbarvölkern steht das ZENTRUM GEGEN VERTREIBUNGEN in Solidarität zu allen Opfern von Vertreibung und Genozid.

Mehr erfahren