Liebe Besucherinnen und Besucher!
Als Bund der Vertriebenen stehen wir dafür, dass Schicksal und Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen und Spätaussiedler selbstverständlicher Teil unserer gesamtdeutschen Geschichte sind. Die Erfahrungen von Flucht und Vertreibung, Neubeginn und Eingliederung gehören zur Geschichte unseres Landes nach 1945 ebenso wie Wiederaufbau, Demokratisierung, der Fall des Eisernen Vorhangs und die europäische Einigung. Gerade deshalb schmerzt es, wenn wir feststellen müssen, dass an dieser Selbstverständlichkeit auch an zentraler Stelle noch gearbeitet werden muss.
Wie gemeinsames Erinnern gelingen kann, hat jüngst ein Beispiel aus der europäischen Erinnerungskultur gezeigt: In München haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Präsident der Republik Ungarn, Tamás Sulyok, am 19. Januar gemeinsam der Deportation und Vertreibung der Ungarndeutschen gedacht. Dieses gemeinsame Gedenken würdigt das Leid der Betroffenen und zeigt zugleich: Erinnerung braucht Wahrheit und Mut zum Bekenntnis. Wo sie vollständig ist und Geschichte erfahrbar macht, kann sie belastbare Brücken bauen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Stephan Mayer MdB



