BdV - Bund der Vertriebenen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das „Gedenkjahr 2020“ entwickelt sich anders, als wir es jemals hätten vorhersehen können. Die weltweite Corona-Pandemie bestimmt die Berichterstattung in den Medien und den Austausch in den sozialen Netzen. Sie wirkt sich auf das öffentliche Leben aus, indem etwa Veranstaltungen verschoben oder abgesagt werden müssen. Mit Reisewarnungen, Kontaktsperren oder Maskenpflicht betrifft sie aber auch jeden Einzelnen.

Auch der Bund der Vertriebenen bleibt hiervon nicht verschont: Nachdem bereits im März unser traditioneller Jahresempfang auf der Strecke blieb, ist es aufgrund der Corona-bedingten Regelungen nunmehr leider nötig, den offiziellen Festakt „70 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ am 5. August um ein Jahr zu verschieben. Wir werden dennoch Wege finden, die Charta, ihre Entstehung und ihre fortwährend aktuellen Aufträge im Jubiläumsjahr medial zu würdigen.

Dieser Tage war außerdem zu erfahren, dass auch die jährliche Gedenkstunde für die Opfer von Flucht und Vertreibung am 20. Juni in Berlin nicht wird stattfinden können. Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch hier alternative Formate gefunden werden, unseres Schicksals zu gedenken. Während nämlich der 8. Mai der Tag ist, an dem wir selbstverständlich an die Befreiung Europas vom Terror des deutschen Nationalsozialismus erinnern, ist der 20. Juni der Tag, an dem wir mit dem ebenso selbstverständlichen Flucht- und Vertreibungsgedenken auch daran erinnern, dass mit dieser Befreiung nicht automatisch für jeden die Freiheit kam.

Ganz konkret sehen wir die Auswirkungen der Corona-Krise auch an einer etwas weniger umfangreichen Ausgabe des DOD – Deutscher Ostdienst. Auch wenn Arbeit und Einsatz für unsere Anliegen unvermindert weitergehen, gibt es bis zur Wiederaufnahme öffentlicher Veranstaltungen, einer Öffnung der Museen und einer Normalisierung des öffentlichen Lebens vorerst weniger zu berichten. Hierfür bitte ich um Verständnis.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius

Aktuelles

Ende des Zweiten Weltkrieges bedeutete nicht automatisch Freiheit und Ende der Gewalt

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