Liebe Besucherinnen und Besucher,

am 5. August 2020 ist es so weit: Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen – das „Grundgesetz“ unserer Arbeit – feiert ihr 70. Jubiläum. Vor sieben Jahrzehnten wurde dieses wegweisende Dokument in Bad Cannstatt unterzeichnet und am Folgetag in Stuttgart vor dem Neuen Schloss verkündet. Diese Veranstaltung mit mehr als 150.000 Vertriebenen und Flüchtlingen aus ganz Deutschland läutete den ersten Tag der Heimat ein.

In den vergangenen Jahrzehnten haben Politiker, Historiker, kirchliche Würdenträger, Journalisten und viele weitere Persönlichkeiten von Rang und Namen, die unseren Anliegen guten Willens waren, dieses visionäre Dokument immer wieder in seiner innen- wie außenpolitischen Bedeutung gewürdigt.

Bundespräsident Heinrich Lübke etwa erinnerte 1960 daran, dass zur Charta-Verkündung noch mehr als die Hälfte aller Vertriebenen von Fürsorgeleistungen lebte und 40 Prozent arbeitslos waren. Er sagte: „Wer die Umstände jener Zeit bedenkt, wird erkennen, dass die Charta ein Dokument des Mutes, der Weitsicht und der Tapferkeit war.“  

Am 8. Mai 1985, anlässlich des 40. Jahrestags des Kriegsendes, erklärte Bundespräsident Richard von Weizsäcker treffend: „Früh und beispielhaft haben sich die Heimatvertriebenen zum Gewaltverzicht bekannt. Das war keine vergängliche Erklärung im anfänglichen Stadium der Machtlosigkeit, sondern ein Bekenntnis, das seine Gültigkeit behält.“

Die bislang vielleicht eindringlichste Würdigung erhielt unsere Charta im Jahr 2010 vom damaligen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert, der anlässlich ihres 60. Jubiläums betonte: „Die Charta der Heimatvertriebenen aus dem Jahr 1950 gehört zu den Gründungsdokumenten der Bundesrepublik Deutschland, sie ist eine wesentliche Voraussetzung ihrer vielgerühmten Erfolgsgeschichte.“

Aktuelle Stimmen zur Charta der deutschen Heimatvertriebenen – von den höchsten Staatsämtern, den Ministerpräsidenten der Bundesländer sowie einigen Bundesparteien – finden Sie im aktuellen DOD, aber auch auf unserer Internetseite. Als Präsident des Bundes der Vertriebenen bin ich stolz, dass mit der Charta auch unsere Arbeit im Verband und seinen Gliederungen bis heute positiv wahrgenommen wird.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius

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