Liebe Besucherinnen und Besucher,

ein Fest der Vertriebenenpolitik – das waren unsere Bundesversammlung und unser zentraler Auftakt zum Tag der Heimat in Berlin. Nach all den coronabedingten Einschränkungen, nach rund anderthalb Jahren, die von Absagen und Verschiebungen geprägt waren, konnten wir einander endlich wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen.

Für mich war die empathische Rede des Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. Markus Söder, ein besonderer Höhepunkt dieses Wochenendes. „Sie werden wirklich gebraucht. Und in einem sich verändernden Europa, einer aggressiver werdenden Welt, sind Sie wichtiger denn je“, hat er uns mit auf den Weg gegeben. Wie ernst ihm dies ist, zeigt sich in der vorbildlichen Art und Weise, mit der unsere Themen im Freistaat Bayern Gehör und auch finanzielle Unterstützung finden. 

Unter unserem Jahresleitwort „Vertreibungen und Deportation ächten – Völkerverständigung fördern“ bildete der 80. Jahrestag des sogenannten Stalin-Erlasses zur Deportation der Deutschen in der Sowjetunion einen besonderen Schwerpunkt. Nachwirkungen daraus bestimmen bis heute unsere politischen Anliegen mit. So setzen wir uns nach wie vor dafür ein, dass rentenrechtliche Benachteiligungen von Aussiedlern und Spätaussiedlern mit den Mitteln des Fremdrentengesetzes beseitigt werden. Unsere guten Vorschläge hierzu hätten vom zuständigen Minister der bislang amtierenden Bundesregierung viel stärker aufgegriffen werden müssen. Dass dessen Partei nun voraussichtlich den Bundeskanzler einer Dreier-Koalition ganz anderer politscher Prägung stellen wird, kann unsere Arbeit weiter erschweren. 

Auch im Hinblick auf die Wahlkampfprogrammatik der einzelnen Parteien für unseren Bereich reizt das Ergebnis der Bundestagswahlen nicht zu Jubelstürmen. Wichtig ist jedoch, dass unser Präsidium mit Vizepräsident Stephan Mayer (CSU) und Präsidiumsmitglied Rita Hagl-Kehl (SPD) erneut im Parlament vertreten ist. Gemeinsam werden wir uns dafür einsetzen, dass auch die zukünftige Bundesregierung ihrer Verantwortung für die deutschen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge, die Aussiedler und Spätaussiedler sowie die in ihrer Heimat verbliebenen Deutschen gerecht wird.

Ihr
Dr. Bernd Fabritius

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